Netzwerk
Wireless Lan
Fachartikel
Wireless Lan Zubehör
Notebook Wireless Lan
Wireless Lan Technik
Wireless Lan System
Wireless Lan Netzwerk
Wireless Lan Management
Verzeichnis
Impressum - Datenschutz
Wireless Lan Blog
Infos zum WLan-USB-S...
Tipps zu WDS und Rep...
Frequenzen bei WLan
Infos zum WLan-USB-S...
Sendeleistung von WL...

Anzeige

Kostenfallen bei WLan im Ausland

Kostenfallen bei WLan im Ausland 

Wer verreist, nimmt sein Smartphone, den Laptop oder ein anderes mobiles Endgerät meist mit. Und vermutlich möchte er sein Gerät auch im Urlaub oder bei einem sonstigen Aufenthalt im Ausland wie gewohnt nutzen. Doch dann ist er gut beraten, wenn er sich im Vorfeld über die Kosten informiert.

 

 

Innerhalb der EU sollten zwar eigentlich keine Roaming-Kosten anfallen. Außerdem gibt es eine Kostenbremse, die weltweit greift. Doch trotzdem gibt es ein paar Kostenfallen bei WLan im Ausland. Welche das sind, erklären wir in diesem Beitrag: 

 

“Roam like at home”

Am Urlaubsort wählt sich das eigene Endgerät in ein ausländisches Mobilfunknetz ein. Wenn der Nutzer nun über dieses Netz in Deutschland anruft, SMS verschickt oder im Internet surft, wird das als Roaming bezeichnet. Befindet er sich hingegen in Deutschland und nutzt er das heimische Netz für SMS oder Anrufe ins Ausland, ist das kein Roaming. Seit dem 15. Juni 2017 gilt innerhalb der EU das Motto “Roam like at home”.

Damit ist gemeint, dass der Nutzer sein mobiles Endgerät im EU-Ausland in der gleichen Art nutzen kann wie zu Hause. Für Telefonate, Textnachrichten und das Surfen im Internet werden die Gebühren fällig, die der Nutzer in seinem vereinbarten Tarif sonst auch bezahlt. Zusätzliche Kosten entstehen nicht. Wohnt der Nutzer in Deutschland und hält er sich im Urlaub oder aus beruflichen Gründen in einem EU-Land auf, sollte sein Mobilfunkanbieter also schon seit Juni 2017 eigentlich keine Aufschläge mehr fürs Roaming berechnen. Allerdings haben nicht alle Anbieter die Regelung automatisch umgesetzt.

Bevor der Nutzer verreist, sollte er sich deshalb sicherheitshalber bei seinem Anbieter erkundigen. Sollte sich dabei herausstellen, dass der Anbieter nach wie vor Roaming-Aufschläge vorgesehen hat, muss die Umstellung des Tarifs auf die “Roam like at home”-Regelung kostenfrei innerhalb eines Werktages erfolgen.  

 

Kostenfallen außerhalb der EU

Die Regelungen zum Roaming ohne Aufschläge gelten nur innerhalb der EU und zusätzlich dazu in Island, Liechtenstein und Norwegen. In der Türkei und in der Schweiz gelten sie nicht, ebenso wie in allen anderen Ländern außerhalb der EU. Hier muss der Nutzer Aufschläge fürs Roaming zahlen. Und diese sind mitunter recht hoch.

Daher sollte der Nutzer vor der Abreise unbedingt einen Blick in seine Tarifbedingungen werfen. So lassen sich böse Überraschungen vermeiden. Oft ist es auch möglich, Pakete für einzelne Tage oder Wochen-Flats zu buchen. Damit fährt der Nutzer häufig günstiger.

Für die Datennutzung gibt es aber eine automatische Kostenbremse. Sie liegt weltweit bei 59,50 Euro. Hat der Nutzer 80 Prozent dieses Limits erreicht, muss ihn sein Anbieter benachrichtigen. Sind die Kosten auf 59,50 Euro geklettert, wird die mobile Internetverbindung getrennt und eine erneute Einwahl unterbunden.

Der Nutzer kann das Limit aber auch nachträglich noch verändern oder komplett aufheben.  Allerdings funktioniert die Kostenbremse nur dann, wenn der ausländische Netzbetreiber die Daten in Echtzeit an den heimischen Mobilfunkanbieter übermittelt. Bei modernen Mobilfunknetzen klappt das recht gut. Ist das Netz im Ausland hingegen technisch nicht ganz auf dem neuesten Stand, kann es schwierig werden. 

 

Wichtig:

Sobald sich das mobile Endgerät in ein ausländisches Netz einwählt, bekommt der Nutzer eine SMS. Darin wird er darüber informiert, ob und welche Kosten fürs Roaming anfallen. Auch wenn die Kostenbremse im jeweiligen Land nicht funktioniert, steht dieser Hinweis ausdrücklich in der Info-SMS. Der Nutzer sollte diese Nachricht also aufmerksam durchlesen und sie außerdem bis zur nächsten Abrechnung aufbewahren. Sollte der Anbieter nämlich andere Gebühren in Rechnung stellen als in der SMS angegeben oder gibt es aus anderen Gründen Anlass für eine Reklamation, ist es hilfreich, wenn der Nutzer die Info-SMS als Nachweis hat.  

 

Kostenfallen in Flugzeugen und auf Schiffen

Besondere Vorsicht ist an Bord von Flugzeugen und Schiffen geboten. Inzwischen ist es bei vielen Airlines möglich, während eines Fluges mit seinem mobilen Endgerät im Internet zu surfen. Wichtig ist dann aber, das Gerät auf den Flugmodus umzustellen. Andernfalls kann sich das Gerät nämlich ins Satellitennetz einbuchen. Und dann wird es richtig teuer!

Denn im Satellitennetz schlägt die Verbindung mit bis zu 30 Euro pro Megabyte Daten zu Buche. Ähnlich sieht es an Bord von Schiffen aus. Auch hier kann das Gerät eine Verbindung zum sehr teuren Satellitennetz aufbauen. Bei schwachem WLan wechselt das Smartphone, das Tablet oder der Laptop mitunter automatisch ins Satellitennetz, wenn die der Nutzer seine Einstellungen nicht entsprechend abgeändert hat. 

Achtung:

Für Satellitenverbindungen an Bord von Flugzeugen und Schiffen gelten weder die Roaming-Regeln innerhalb der EU noch greift die weltweite Kostenbremse. Stellt das Gerät unbemerkt eine Verbindung über das Satellitennetz her, kann nach der Rückkehr aus dem Urlaub eine horrende Mobilfunkrechnung im Briefkasten liegen. Der Nutzer sollte deshalb unbedingt darauf achten, seine Einstellungen zu ändern. Oder er schaltet die mobile Datennutzung gleich komplett aus. Möchte er nicht aufs Internet verzichten, kann er bei den meisten Reedereien und Fluggesellschaften WLan zu Paketpreisen buchen. Oft ist das die kostengünstigste Alternative. 

 

Kostenfallen bei Nachrichtendiensten

Die meisten Nachrichtendienste ermöglichen nicht nur den Versand und Empfang von Nachrichten und Dateien, sondern auch das Telefonieren. Doch auch wenn Telefonate gerne als kostenfrei beworben werden, können hohe Kosten entstehen. Denn die Gespräche laufen über das Internet und verbrauchen deshalb entsprechendes Datenvolumen. Möchte der Nutzer auf seiner Reise Messenger für Anrufe nutzen, sollte er das daher nur im WLan tun.

Übrigens: Im Ausland stehen oft viel mehr öffentliche Hotspots für WLan und WiFi zur Verfügung als in Deutschland. Mobil ins Internet zu gehen, ist dadurch nicht nur sehr einfach, sondern auch kostengünstig möglich. Wichtig ist dann aber, an die Sicherheit zu denken. So sind öffentliche Hotspots keine gute Wahl, wenn der Nutzer beispielsweise das Online-Banking nutzen oder sensible Daten austauschen will.

Mehr Ratgeber, Anleitungen und Tipps:

  • NFC: Kontaktlos mit Karte bezahlen
  • Wichtige Aspekte bei mobilen Webseiten
  • Der optimale Standort für den WLan-Router - 5 Tipps
  • 6 Tipps für ein augenfreundliches Arbeiten am Bildschirm
  • Was bringen Hirntraining-Apps wirklich?
  • Internet und Fernsehen: Das ist neu in 2018
  • Was sind Social Bots?
  • Thema: Kostenfallen bei WLan im Ausland

     
    < Prev   Next >

    Anzeige

    PDF-Download

    PDF Anleitungen

    IT & Internet

    Was macht die KI von DeepSeek so besonders?
    Was macht die KI von DeepSeek so besonders? Künstliche Intelligenz (KI) ist längst in unserem Alltag angekommen. Und obwohl Ch...
    Infos und Tipps zu Software-Updates
    Infos und Tipps zu Software-Updates Damit der Computer sicher und zuverlässig läuft, sollte die installierte Software regelmä...
    Stabiles WLan - Infos und 7 Tipps
    Stabiles WLan - Infos und 7 Tipps So gut wie alle Haushalte haben inzwischen einen Internetanschluss. Und selbst wenn es sich nicht imme...
    Checkliste bei Fehlern im WLan unter Windows Vista/XP
    Checkliste bei Fehlern im WLan unter Windows Vista / XP Natürlich sind auch Drahtlosnetzwerke vor Fehlern nicht gefeit, wobei sich die...
    Tipps zu WDS und Repeating
    Infos und Tipps zu WDS und Repeating Das Kürzel WDS steht für Wireless Distribution oder Distributed System und meint ein Funknetz...

    mehr Artikel

    Wie effektiv sind Community Notes als Faktencheck? Wie effektiv sind Community Notes als Faktencheck?   Bei Facebook und Instagram gab es bislang einen Faktencheck, der auf grobe Falschaussagen aufmerksam machte. Zusätzlich dazu blockierten Content-Moderatoren massive Beleidigungen. Doch im Januar 2025 kündigte Facebook-Gründer und Meta-Chef Mark Zuckerberg an, dass sich das ändern soll. In Zukunft soll die Community selbst prüfen, ob Posts Falschinformationen enthalten. Aber was bedeutet das genau? Wie soll die Überprüfung funktionieren? Und welche Folgen könnte das haben?   Was hat es mit den Community Notes auf sich?  Ganzen Artikel...

    Netiquette: Die wichtigsten Regeln für die Kommunikation im Netz Netiquette: Die wichtigsten Regeln für die Kommunikation im Netz   Die Netiquette beschreibt die Verhaltensregeln für die Kommunikation im Netz. Sie nennt die Spielregeln, die für einen fairen und respektvollen Umgang in der virtuellen Welt sorgen sollen. Es gibt zwar keine rechtliche Verpflichtung, die Regeln einzuhalten. Doch es sollte allein die Höflichkeit gebieten, den Empfehlungen zu folgen.  Ganzen Artikel...

    Strukturen von WLan-Netzwerken Die Strukturen von WLan-NetzwerkenEin WLan-Netzwerk ist ein räumlich begrenztes drahtloses Netzwerk, das über eine Luftschnittstelle Funksignale für die Kommunikation verwendet. Dabei kann ein WLan-Netzwerk sowohl als eigenständiges und alleiniges Netzwerk als auch als Erweiterung eines bereits bestehenden kabelgebundenen Netzwerkes genutzt werden. Durch die Definition des Standards 802.11 hat das Institute of Electrical and Electronics Engineers, kurz IEEE, die Standardisierung von WLan spezifiziert. Zwischenzeitlich wurde der Standard 802.11 jedoch durch weitere Unterstandards ergänzt, wobei die Absicht dabei darin bestand, den gegebenen Anforderungen an beispielsweise die Bandbreite oder die Sicherheit gerecht werden zu können.   Ganzen Artikel...

    Die Geschichte von WLan Die Geschichte von Wireless Lan WLAN wird eigentlich erst seit wenigen Jahren in Privathaushalten genutzt, die Technik als solches blickt aber bereits auf eine verhältnismäßig lange Geschichte zurück. Im weitesten Sinne beginnt die Geschichte in den 1940er Jahren mit dem Patent für das Frequency Hopping. Hierbei handelte es sich um die Idee für einen funkgesteuerten Torpedo, der seine Frequenz so oft wechseln sollte, dass der Feind keine Möglichkeit haben sollte, den Torpedo abzuschießen, bevor dieser sein Ziel erreicht hat.   Ganzen Artikel...



    Welche Ausstattung braucht ein Home-Office? Welche Ausstattung braucht ein Home-Office?   Viele Arbeitnehmer wünschen sich mehr Unabhängigkeit. Das Home-Office scheint da eine sehr gute Lösung zu sein. Schließlich spart sich der Arbeitnehmer den Weg ins Büro, kann sich seine Arbeitszeiten etwas flexibler einteilen und den Job besser mit der Familie unter einen Hut bringen. Telefon und Internet sorgen für die Vernetzung mit dem Arbeitgeber und den Kollegen.  Ganzen Artikel...