Netzwerk
Wireless Lan
Fachartikel
Wireless Lan Zubehör
Notebook Wireless Lan
Wireless Lan Technik
Wireless Lan System
Wireless Lan Netzwerk
Wireless Lan Management
Verzeichnis
Impressum - Datenschutz
Wireless Lan Blog
Infos zum WLan-USB-S...
Tipps zu WDS und Rep...
Frequenzen bei WLan
Infos zum WLan-USB-S...
Sendeleistung von WL...

Anzeige

Die Vorteile und Nachteile vom IP-basierten Anschluss, 2. Teil

Die Vorteile und Nachteile vom IP-basierten Anschluss, 2. Teil

 

  

Das altbewährte Festnetz wird langsam, aber sicher zum Auslaufmodell. Zwar bleibt das Festnetz natürlich erhalten. Doch die Übertragung von Sprache - und damit der eigentliche Verwendungszweck der Telefonleitung - wird technisch gesehen zur Nebensache. Schon jetzt fließt die Telefonleitung in vielen Haushalten als Voice-over-IP-Datenstrom zusammen mit anderen Datenpaketen durch die Internetverbindung. Und es wird nicht mehr lange dauern, bis das in allen Haushalten so ist. Denn die bisherigen Analog- und ISDN-Anschlüsse werden nach und nach auf IP-basierte Anschlüsse umgestellt.

Allerdings wirft die neue Technik so manche Frage auf. Wie sie eigentlich funktioniert, zum Beispiel. Oder was die Vor- und Nachteile vom IP-basierten Anschluss sind. In einem zweiteiligen Beitrag gehen wir dem IP-Anschluss auf den Grund. Dabei ging es im 1. Teil vor allem um die technische Seite. Jetzt, im 2. Teil, schauen wir uns die Plus- und die Minuspunkte an.

 

Die Vorteile vom IP-basierten Anschluss

Einige grundsätzliche Pluspunkte der IP-Telefonie ergeben sich allein durch die Technik. Die weiteren Vorteile hängen vom Anbieter und den verwendeten Endgeräten ab. So ist es beispielsweise bei vielen Anbietern möglich, sich in ein Online-Kundencenter einzuloggen und die Einstellungen der IP-Telefonie anzupassen. Dabei können dann unter anderem Rufumleitungen eingerichtet, digitale Anrufbeantworter programmiert und bestimmte Rufnummern oder Vorwahlen gesperrt werden.

Zusammen mit dem digitalen Anschluss werden dem Nutzer bei den meisten Anbietern drei Rufnummern zugewiesen. Diese kann der Nutzer alle fürs Telefonieren verwenden oder einzelnen Geräten zuteilen. Auf diese Weise bekommt dann etwa der Nachwuchs seine eigene Rufnummer. Gleichzeitig kann der Nutzer im Online-Kundencenter einstellen, wann welche Telefone klingeln sollen.

Ein weiterer Pluspunkt ist die bessere Übertragungsqualität. Allerdings kommt die sogenannte HD-Telefonie erst dann zum Tragen, wenn alle Geräte, die an der Gesprächsvermittlung beteiligt sind, den Sprachcodec G.722 unterstützen. Das Telefon und der Router des Nutzers, der Telefonserver des Anbieters und die Geräte des Gesprächspartners müssen also G.722 können. Außerdem müssen beide Gesprächsteilnehmer beim gleichen Provider sein. Denn bislang wird G.722 von den Übertragungspunkten zwischen den verschiedenen Telefonnetzen (noch) nicht unterstützt.

Der Zugang zur IP-Telefonie ist nicht an eine physische Telefonleitung gebunden. Deshalb lässt sich der Anschluss grundsätzlich überall nutzen. Notwendig ist lediglich ein Internetzugang und eine VOIP-fähige Hard- oder Software. Der Nutzer könnte seinen IP-basierten Anschluss somit auch auf dem Smartphone nutzen. Damit wäre er sowohl unter seiner Mobilfunk- als auch unter der Festnetznummer erreichbar und könnte seine Telefonate zum Festnetztarif führen. Der Konjunktiv weist aber schon darauf hin, dass die Praxis etwas anders aussieht. Denn viele Anbieter beschränken die Erreichbarkeit der Telefonserver aus Sicherheitsgründen auf das eigene IP-Netz. Dadurch bleibt die Nutzbarkeit des Anschlusses auf WLan- und kabelgebundene Netzwerke begrenzt, die einen gemeinsamen Internetzugang nutzen.

 

Die Nachteile vom IP-basierten Anschluss

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Und das ist bei der IP-Telefonie nicht anders. So kann die Gesprächsqualität zwar wesentlich besser sein als bei den altbewährten Analog- oder ISDN-Anschlüssen. Aber sie kann genauso schwanken oder gar Aussetzer haben. Ein Router, der VoIP-Daten keine Priorität einräumt und deshalb bei gleichzeitiger Internetnutzung zu wenig Bandbreite fürs Telefonieren zur Verfügung stellt, ein zu schwaches WLan-Signal oder eine instabile DSL-Leitung können mögliche Gründe für die Schwankungen sein. Klassische Telefonanschlüsse haben in Sachen Empfindlichkeit klar die Nase vorn. Hier führen störende Einflüsse schlimmstenfalls zu einem kurzen Knacken. Aussetzer oder Gesprächsabbrüche verursachen sie aber in aller Regel nicht. 

Bei der IP-Telefonie findet teilweise eine Komprimierung der Gesprächsdaten und eine Optimierung auf Sprechfrequenzen statt. Bei Geräten, die ans Telefonnetz angeschlossen sind und spezielle ISDN-Funktionen verwenden oder darauf angewiesen sind, dass die Daten möglichst genau und störsicher übertragen werden, kann das zu Problemen führen. Hausnotrufgeräte, Alarmanlagen, Giro- und Kreditkartenterminals oder auch einige Faxgeräte sind Beispiele für solche Geräte. Der Nutzer sollte sich deshalb beim Telefonanbieter oder Gerätehersteller schlau machen, ob er seine Geräte auch weiterhin zuverlässig nutzen kann.

Ein anderer, großer Minuspunkt ist der: Kommt es zu einem Stromausfall, geht nichts mehr. Denn alle Geräte, egal ob Telefon, Hausnotrufsystem oder Computer, laufen über den Router. Doch der Router braucht Strom. Hat der Nutzer kein Mobiltelefon, auf das er im Notfall zurückgreifen kann, sollte er darüber nachdenken, sich eine Pufferbatterie, kurz USV, anzuschaffen. Generell ist ein Handy oder Smartphone aber eine sinnvolle Sache. Denn wenn der Router defekt ist oder die Internetverbindung nicht funktioniert, geht auch das Telefon nicht.

Kein wirklicher Nachteil, aber etwas ungewohnt ist die Tatsache, dass es ein paar Sekunden dauert, bis nach dem Wählen der Rufnummer das Freizeichen zu hören ist. Der Grund hierfür ist, dass die Rufnummer bei einem Rufaufbau mittels VoIP nicht Ziffer für Ziffer, sondern an einem Stück an den Telefonserver übertragen werden muss. Der Router wartet deshalb kurz ab, ob der Nutzer noch weitere Ziffern eingibt. Die Wartezeit bis zur Übermittlung der Rufnummer kann der Nutzer aber verkürzen, indem er nach der letzten Ziffer die #-Taste drückt. Dadurch weiß der Router, dass die Rufnummer komplett ist.

Oft wird kritisiert, dass der Nutzer Zusatzkosten hat, weil er durch die Umstellung seines bisherigen Analog- oder ISDN-Anschlusses auf einen IP-basierten Anschluss neue Geräte braucht. Tatsächlich ist das aber in den meisten Haushalten gar nicht der Fall. Denn wenn schon ein Router mit Telefonie-Funktion vorhanden ist, und das ist bei einer bestehenden DSL eigentlich üblich, können die Geräte wie bisher weiterverwendet werden. Und selbst wenn nicht, schafft schon ein kostengünstiger Adapter Abhilfe.


Problematischer ist eher folgendes: Die meisten Haushalte werden von ihrem Anbieter mehr oder weniger zu einer Umstellung ihres Anschlusses auf IP gedrängt. Stimmen sie nicht zu, endet der Vertrag. Und echte Alternativen gibt es nicht, denn an digitalen Anschlüssen führt letztlich kein Weg vorbei. Schon jetzt gibt es kaum Anbieter, die überhaupt noch analoge Anschlüsse bereitstellen. Ärgerlich für den Nutzer ist aber, dass die Umstellung auf IP einen neuen Vertrag begründet, der in aller Regel eine Laufzeit von zwei Jahren hat.

Mehr Anleitungen, Ratgeber und Tipps:

 

 

 
< Prev   Next >

Anzeige

PDF-Download

PDF Anleitungen

IT & Internet

W-Lan in Zukunft in Bussen und Bahnen
W-Lan zukünftig in öffentlichen Verkehrsmitteln (Busse & Bahnen) Nach Ansicht vieler Experten ist WLan eine ideale Zugangstech...
9 Fragen zu Chatbots, 2. Teil
9 Fragen zu Chatbots, 2. Teil Bei Anwendungen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz, dem Machine Learning oder Robotern tauch...
Internetsucht Infos und Fakten
Die wichtigsten Infos und Fakten zum Thema Internetsucht Das Internet ist längst zu einem festen Bestandteil des alltäglichen Lebe...
Infos und Fakten zu VoIP
Alle wichtigen Infos und Fakten zu VoIP Das Kürzel VoIP steht für Voice over IP und meint das Telefonieren mithilfe des Internet P...
Änderungen bei Internet und Kommunikation in 2014
Die wichtigsten Änderungen im Bereich Internet und Kommunikation in 2014 Wie jedes Jahr bringt auch 2014 ein paar Neuerungen mit sich....

mehr Artikel

ISDN-Abschaltung 2020: Die Möglichkeiten im Überblick ISDN-Abschaltung 2020: Die Möglichkeiten im Überblick   Die Umstellung von Analog und ISDN auf All-IP war vielleicht einer der größten Kraftakte der Telekommunikationsbranche in den vergangenen Jahren. Doch inzwischen ist es fast geschafft und die Zielgerade in Sicht. Vor diesem Hintergrund flattert vielen Kunden ein Schreiben ins Haus, in dem sie über die Kündigung ihrer ISDN-Anschlüsse informiert werden.  Ganzen Artikel...

In 10 Schritten zum WLan-Netz In 10 Schritten zum funktionierenden WLan-Netz Mittlerweile ist WLan auch in Privathaushalten weit verbreitet und ein Netz aufzubauen, ist weit weniger kompliziert, als es zunächst scheint. Zwar gibt es mittlerweile sehr viele Anbieter und damit auch mindestens genauso viele Hardware-Varianten, vom Prinzip her bleibt die Installation aber immer gleich.   Ganzen Artikel...

Peer-to-Peer WLan Infos zum Peer-to-Peer WLan Ein WLan-Netzwerk kann in unterschiedlichen Betriebsmodi betrieben werden. In den meisten Fällen wird der Infrastruktur-Modus gewählt, bei dem die Kommunikation der WLan-Komponenten durch einen Access Point als zentrale Vermittlungsstelle verwaltet und gesteuert wird. Für den Infrastruktur-Modus, der auch als Basic Service Set bezeichnet wird, werden neben dem Access Point mindestens zwei WLan-Endgeräte benötigt. Eine Alternative hierzu stellt der Peer-to-Peer-Modus dar, der ohne einen Access Point auskommt.   Ganzen Artikel...

Zeitschriften zu Internet und WLan Fachzeitschriften und Special-Interest-Zeitschriften zum Thema Internet & WLan im Kurzportrait Es gibt kaum eine andere Sparte, in der es so viele unterschiedliche Zeitungen sowie Fach- und Special-Interest-Zeitschriften gibt, wie im Bereich Computer und Internet. Oft sind die Regale mit Computerzeitschriften im Zeitschriftenhandel, im Bahnhofskiosk und selbst im Supermarkt meterlang, so dass die Auswahl entsprechend schwer fällt. Dass es ein so großes Angebot gibt, hat unterschiedliche Gründe. Einer dieser Gründe ist, dass sich der EDV-Bereich in viele unterschiedliche Disziplinen gliedert.    Ganzen Artikel...



Die effektivsten IT-Sicherheitstipps fuer das Buero Die effektivsten IT-Sicherheitstipps für das Büro Die IT-Sicherheit ist ein sehr wichtiges Thema, denn Datenspionage, Datenklau und auch Viren und andere Schädlinge können schnell großen Schaden anrichten. Bei einem solchen Schaden handelt es sich vor allem für große Unternehmen dann aber oft nicht nur um einen finanziellen Schaden, sondern auch das Image kann spürbaren Schaden nehmen. IT-Sicherheit ist aber selbstverständlich nicht nur für Unternehmen ein Thema, denn auch im Privaten sind entsprechende Sicherheitsmaßnahmen notwendig, insbesondere wenn auf dem heimischen PC persönliche Daten abgelegt sind oder sensible Transaktionen wie beispielsweise Bankgeschäfte über den Rechner erledigt werden. Ganzen Artikel...