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Infos rund um Webcrawler, Teil 1

Infos rund um Webcrawler, Teil 1

 

Vor allem wenn es darum geht, Webinhalte systematisch und automatisiert zu erfassen, sind Webcrawler sehr wichtig. In einem zweiteiligen Beitrag vermitteln wir Infos rund um Webcrawler. Wir erklären, was es mit dieser Technologie auf sich hat, wie sie funktioniert und wo sie angewendet wird. Außerdem geben wir Tipps, wie eine Webseite mit Blick auf Webcrawler optimiert werden kann.

 

Was genau ist ein Webcrawler?

Der Webcrawler wird auch Webroboter oder Spider genannt. Es handelt sich um ein Computerprogramm, das das Internet automatisch durchsucht und Webseiten analysiert. Webcrawler werden hauptsächlich eingesetzt, um den Index von Suchmaschinen zu erweitern und auf einem aktuellen Stand zu halten.

 

Die grundlegende Funktionsweise

Üblicherweise beginnt ein Webcrawler auf einer oder mehreren Startseiten. Sie werden als Seeds bezeichnet. Von dort aus folgt der Webcrawler den Links auf den Webseiten und lädt die verlinkten Seiten herunter. Dieser Vorgang läuft eigenständig so lange weiter, bis der Crawler entweder den kompletten relevanten Bereich des Internets durchsucht oder eine vorher festgelegte Anzahl an Webseiten erreicht hat.

Während der Webcrawler das Internet durchsucht, liest er die Webseiten komplett aus und erfasst alle relevanten Informationen, die in Form von zum Beispiel Texten, Dateien oder Bildern auf der jeweiligen Seite hinterlegt sind. Dabei können verschiedene Faktoren das Verhalten des Crawlers beeinflussen:

·Die Tiefe bestimmt darüber, wie weit der Webcrawler in die Link-Struktur einer Webseite eintaucht.

·Die Breite legt die Anzahl der verschiedenen Seiten fest, die der Webcrawler aufruft.

·Die Geschwindigkeit entscheidet darüber, wie viele Webseiten pro Minute der Crawler verarbeitet.

·Die Wartezeit bemisst, wie viel Zeit zwischen dem Laden von zwei Webseiten vergeht.

Die Betreiber von Webseiten und die Anbieter von Suchmaschinen können außerdem Regeln oder Richtlinien vorgeben, die ein Webcrawler befolgen muss. Ein Beispiel dafür ist eine robots.txt-Datei. Ist sie in eine Webseite eingebettet, erhält der Webcrawler Anweisungen, welche Bereiche der Seite er indizieren oder auslassen soll.

 

Webcrawler und Suchmaschinen

Für die meisten Suchmaschinen bilden Webcrawler die Basis. Sie machen es möglich, Informationen aus dem gesamten Internet zusammenzufassen und gebündelt in einem Index zu erfassen. Beim Index handelt es sich um eine Datenbank, die die gesammelten Informationen und die Inhalte von Webseiten speichert. Gibt der Nutzer seine Suchanfrage in eine Suchmaschine ein, durchsucht sie nicht das ganze Internet, sondern nur den zuvor erstellten Index. Dadurch geht der Suchvorgang wesentlich schneller.

Ein Algorithmus wendet verschiedene Faktoren wie Linkpopularität oder Textrelevanz an, um die indexierten Seiten zu bewerten und zu organisieren. Zu den Aspekten, die die Algorithmen am häufigsten berücksichtigen, gehören folgende:

·Die Keyword-Dichte beschreibt, wie oft bestimmte Schlüsselwörter und Synonyme davon in einem Text vorhanden sind.

·Meta-Informationen stellen zusätzliche Infos wie zum Beispiel die Titel der Seiten oder Beschreibungen bereit.

·Anhand der Backlinks lässt sich feststellen, wie viele eingehende Links es auf einer Seite gibt und welche Qualität sie haben.

·PageRank ist ein Algorithmus, den Google entwickelt hat, um die Link-Struktur des Internets auszuwerten.

Webcrawler tragen entscheidend dazu bei, dass Suchmaschinen funktionieren und der Nutzer schnell und effektiv die Informationen findet, die er sucht.

 

Welchen Nutzen haben Webcrawler?

Wie effizient ein Webcrawler ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen zum Beispiel seine Fähigkeit, relevante Seiten aufzuspüren, und die Ressourcen, die er beim Crawling aufwendet. Im Internet ist eine gewaltige Menge an Informationen hinterlegt. Deshalb ist umso wichtiger, dass ein Webcrawler effektiv und präzise arbeitet.

Einen leistungsstarken Webcrawler kennzeichnet, dass er einerseits seine eigenen Ressourcen schont und andererseits die Server der besuchten Internetseiten nicht überlastet. Um das sicherzustellen, können Webmaster einem Webcrawler Anweisungen für bestimmte Verhaltensweisen geben, die sich zum Beispiel auf Ladezeiten oder Begrenzungen beziehen.

Im Laufe der Zeit ist die Entwicklung von Webcrawlern deutlich vorangeschritten. Moderne Crawler sind jetzt auch in der Lage, CSS und JavaScript auszuwerten und damit ebenso Inhalte zu erfassen, die dynamisch generiert sind.

Mit Blick auf den Nutzen sind die wichtigsten Punkte, dass Webcrawler

·Webseiten für Suchmaschinen indizieren.

·Internetseiten archivieren, um sie langfristig zu erhalten.

·Datenbanken und auch Vergleichsportale automatisch aktualisieren.

·überwachen, ob auf Webseiten Änderungen oder Aktualisierungen vorgenommen wurden.

 

In welchen Bereichen werden Webcrawler eingesetzt?

Auch wenn Webcrawler im Zusammenhang mit Suchmaschinen eine zentrale Rolle spielen, werden sie darüber hinaus in diversen Bereichen und Branchen für verschiedene Zwecke angewendet. Dazu zählt zum Beispiel das Data Minig, bei dem Informationen aus riesigen Datenmengen herausgefiltert werden. Auch bei der sogenannten Content-Aggregation, bei der Nachrichten, Meldungen und andere Beiträge gesammelt und zusammengefasst werden, sind Webcrawler im Einsatz.


Weitere Anwendungsbereiche sind die Marktforschung und das Preismonitoring. In der Marktforschung analysieren Crawler Wettbewerbsparameter und das Verhalten potenzieller Kunden, während sie im Preismonitoring dafür sorgen, dass die Verfügbarkeit von Produkten und die Preise stetig aktualisiert werden. Beim Social-Media-Monitoring wiederum beobachten und werten Webcrawler Trends und Meinungen in den sozialen Netzwerken aus.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

 
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