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6 Tipps für eine umweltfreundliche Webseite

6 Tipps für eine umweltfreundliche Webseite

 

Flugreisen, Autofahrten, Billigkleidung, Einwegverpackungen: An vielen Stellen werden Maßnahmen im Sinne des Umweltschutzes ergriffen. Doch ans Internet denken die wenigsten, wenn es darum geht, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Dabei gibt es gute Gründe, die für eine umweltfreundliche Webseite sprechen.

 

Warum eine klimaneutrale Webseite sinnvoll ist

Eine Webseite, die monatlich 20.000 Besucher hat, stößt pro Jahr rund 1,1 Tonnen CO2 aus. Das ist die gleiche Menge, die bei neun Autofahrten von Berlin nach München entsteht. Wer sich nun vor Augen führt, wie viele Internetseiten jeden Tag weltweit aufgerufen werden, dürfte sich nicht mehr darüber wundern, dass knapp vier Prozent der weltweiten CO2-Emissionen aufs Konto des Internets gehen.

Dass eine Webseite CO2 ausstößt, hängt damit zusammen, dass sie für den Aufruf der vielen Daten und den benötigten Speicherplatz Energie verbraucht. Wird eine Webseite nun so gestaltet, dass ihr Energieverbrauch geringer ist, sinkt dadurch auch ihr CO2-Ausstoß.

Doch eine nachhaltige Webseite ist nicht nur mit Blick auf den Umweltschutz sinnvoll. Vielmehr gibt es noch andere gute Argumente. Eine technische Optimierung verkürzt die Ladezeiten. Und eine Seite, die schnell lädt, wissen nicht nur die Nutzer zu schätzen. Auch die Suchmaschinen belohnen kurze Ladezeiten mit guten Platzierungen in den Ergebnislisten. Ein besseres Ranking wiederum beschert dem Seitenbetreiber mehr Besucher.

Hinzu kommt, dass viele Nutzer inzwischen großen Wert auf nachhaltiges Handeln legen. Eine klimafreundliche Webseite kann deshalb das Image eines Unternehmens positiv beeinflussen.

 

6 Tipps für eine umweltfreundliche Webseite

Strom für die Versorgung von Endgeräten und den Betrieb von Rechenzentren, Energie für WLan und mobile Daten sowie die stetigen Aktualisierungen von Webseiten sind die Faktoren, die den Energieverbrauch maßgeblich beeinflussen. Eine umweltfreundliche Webseite, die weniger CO2 ausstößt, hat einen geringeren Energieverbrauch. Der Webseitenbetreiber kann den Bedarf an benötigter Energie senken, indem er dafür sorgt, dass wenig Datentransfer erfolgt. Und das gelingt, wenn er an folgenden Punkten ansetzt:

 

1. Bildgrößen und -formate

Bilder brauchen unter Umständen sehr viel Speicherplatz. Aus diesem Grund sollte der Webseitenbetreiber darauf achten, wie groß seine Bilder sind. In den meisten Fällen lassen sich Bilder komprimieren.

Sinnvoll ist außerdem, auf moderne Formate zu setzen. WebP zum Beispiel kommt mit weniger Speicherplatz aus als PNG. Bilder, die ohnehin keinen wirklichen Mehrwert haben, können ganz von der Webseite verschwinden.

 

2. Lazyloading

Die Funktion Lazyloading bewirkt, dass ein Nutzer die Inhalte erst dann sieht, wenn er sie braucht. So werden zum Beispiel Fotos oder Videos angezeigt, wenn der Nutzer zur entsprechenden Stelle auf der Webseite scrollt. Das spart Ladekapazitäten ein und verkürzt gleichzeitig Wartezeiten.

 

3. Digitales Recycling

Je umfangreicher die Mediathek ist, desto mehr Speicherplatz nimmt sie in Anspruch. Aus diesem Grund sollte der Webseitenbetreiber Fotos, Grafiken, Videos, Schaubilder und ähnliche Dateien so benennen, dass er sie gut wiederfindet. Statt jedes Mal neues Material oder mehrfach das gleiche Material hochzuladen, kann er die Dateien dann einfach an passender Stelle wiederverwenden.

 

4. Geschwindigkeit

Eine schnelle Webseite mit kurzen Ladezeiten ist für die Nachhaltigkeit, aber genauso auch für ein gutes Ranking wichtig. Mit entsprechenden Tools kann der Webseitenbetreiber die Ladezeit seiner Seite messen und im Rahmen der Auswertung herausfinden, was er unternehmen kann, um die Ladezeit zu optimieren.

 

5. Green Hosting

Für den Betrieb von Rechenzentren wird sehr viel Energie benötigt. Zahlreiche Anbieter greifen inzwischen auf erneuerbare Energien zurück, um ihre Server zu betreiben. Im Sinne der Nachhaltigkeit kann es eine Überlegung wert sein, mit der eigenen Webseite auf einen Server umzuziehen, der mit grüner Energie läuft.

 

6. CO2-Ausgleich

Es lässt sich nicht vermeiden, dass eine Webseite Ressourcen verbraucht und deshalb auch CO2 ausstößt. Die eben genannten Tipps sind erste Schritte in die richtige Richtung. Um einen echten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, wird es aber notwendig sein, den verbliebenen CO2-Ausstoß auszugleichen.

Einige Anbieter haben sich auf den CO2-Ausgleich für Webseiten spezialisiert. Eine Alternative dazu ist, den Energieverbrauch selbst auszurechnen und in entsprechender Höhe in Klimaschutzprojekte zu investieren.

 

Fazit: Umweltfreundliche Webseiten sind die Zukunft

Die genannten Maßnahmen für eine klimaschonende Webseite wirken vielleicht wie Mini-Tropfen auf dem heißen Stein. Doch wer sich vor Augen führt, wie enorm viele Webseiten es gibt und wie häufig sie besucht werden, versteht, dass auch im Internet Nachhaltigkeit und Umweltschutz mehr Beachtung finden müssen.


Den Internetkonsum zu reduzieren, ist im heutigen Zeitalter weder eine sinnvolle noch eine umsetzbare Lösung. Technische Innovationen und gezielte Optimierungen machen es aber möglich, Webseiten zumindest klimafreundlich zu gestalten. Und der Webseitenbetreiber leistet so nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern profitiert auch von einem besseren Ranking und einem positiven Branding.

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