Netzwerk
Wireless Lan
Fachartikel
Wireless Lan Zubehör
Notebook Wireless Lan
Wireless Lan Technik
Wireless Lan System
Wireless Lan Netzwerk
Wireless Lan Management
Verzeichnis
Impressum - Datenschutz
Wireless Lan Blog
Infos zum WLan-USB-S...
Tipps zu WDS und Rep...
Frequenzen bei WLan
Infos zum WLan-USB-S...
Sendeleistung von WL...

Anzeige

Die Risiken beim Single-Sign-On

Die Risiken beim Single-Sign-On

 

Beim Stöbern im Internet taucht ein interessantes Angebot auf. Um vollen Zugriff auf die Seite zu haben, sich einzelne Inhalte genauer anzuschauen oder eine Bestellung aufzugeben, ist aber zunächst eine Registrierung mit den persönlichen Daten notwendig. Da erscheint es natürlich praktisch und bequem, wenn der Seitenbetreiber ermöglicht, ein anderes, bereits bestehendes Konto zum Einloggen zu verwenden. Das kann zum Beispiel ein Social-Media-Account, das Google-Profil oder das Benutzerkonto bei einem Online-Kaufhaus oder -Bezahldienst sein. Mitunter kann dieses Konto dann auch gleich verwendet werden, um den Einkauf zu bezahlen.

Dieses Prinzip wird im erweiterten Sinne als Single-Sign-On bezeichnet. Ein Benutzerkonto dient dabei gewissermaßen als Generalschlüssel.

Die Vorteile vom Single-Sign-On sind offensichtlich. Der Nutzer muss sich nicht extra registrieren und mühsam seine Daten eintippen. Er braucht kein weiteres Passwort, das er sich ausdenken und merken muss. Außerdem gibt es nicht noch einen Anbieter mehr, der sensible Daten und die Bankverbindung kennt.

Die zugegeben komfortable Lösung hat allerdings auch ihre Nachteile, die dem Nutzer bewusst sein sollten. Wir nennen die größten Risiken beim Single-Sign-On.

 

Weitreichender Schaden denkbar

Geht der Generalschlüssel vom Wohnhaus verloren, kann das einen sehr großen und teuren Schaden nach sich ziehen. Beim Passwort, das im Zuge von Single-Sign-On für verschiedene Accounts genutzt wird, ist das nicht anders. Kommt das Passwort in die falschen Hände, hat ein Dritter nicht nur Zugriff auf ein Benutzerkonto. Stattdessen kann er auf allen Internetseiten aktiv werden, die es ermöglichen, sich mit diesem Account einzuloggen. Und dass Unbefugte auf ein Passwort zugreifen, kann zum Beispiel bei einem Hackerangriff oder einer Phishing-Attacke schnell passieren.

Das Risiko steigt noch einmal deutlich, wenn ein Anbieter die Anmeldedaten ohne Verschlüsselung speichert. Der Passwort-Dieb kann dann ohne Weiteres auf Kosten des Nutzers online einkaufen oder seine Daten für andere Zwecke verwenden. Das Szenario ist das Gleiche, wie wenn der Nutzer ein einziges Passwort für alle Online-Aktivitäten verwendet.

Besonders wichtig ist deshalb, dass der Nutzer seine Accounts gut schützt. Dazu gehört, ein sicheres Passwort zu wählen, das in dieser Form bei keinem anderen Konto zum Einsatz kommt. Optimal ist, das Konto über eine sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung abzusichern. Dabei erfordern die Anmeldung und bestimmte Funktionen wie zum Beispiel Zahlungsbestätigungen neben dem Passwort einen zweiten Schritt. Dieser zweite Schritt kann etwa eine PIN sein, die der Nutzer per SMS oder App auf sein Smartphone erhält und eingeben muss. Auch hier sollte sich der Nutzer aber im Vorfeld informieren, wie der Anbieter die Handynummer speichert und was er damit macht.

Sollte es trotz aller Maßnahmen zu einer Sicherheitslücke kommen, ist schnelles Handeln gefragt. Der Nutzer sollte umgehend sein Passwort für das Benutzerkonto ändern. Außerdem sollte er im Blick behalten, ob es in seinem E-Mail-Postfach und auf seinem Bankkonto zu ungewöhnlichen Bewegungen kommt. Je nachdem, um welchen Account es geht, kann auch sinnvoll sein, Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten.

 

Datensammeln wird ermöglicht

Die Sicherheit ist ein Risiko bei der Nutzung eines Benutzerkontos als Generalschlüssel. Ein anderer Aspekt betrifft die Daten, die der Nutzer hinterlässt.

Loggt er sich mit einem Account ein, könnten alle Informationen über die Aktivitäten im Internet beim Anbieter des Benutzerkontos gebündelt werden. Der Anbieter kann auf diese Weise nachvollziehen, was sich der Nutzer wann und wo im Internet angeschaut hat. Auf dieser Basis kann er im nächsten Schritt ein umfassendes Profil anlegen, das die Interessen, Vorlieben, Gewohnheiten und das Kaufverhalten des Nutzers berücksichtigt.

Unter Umständen sind diese Informationen sogar für Drittanbieter zugänglich. Das ist dann der Fall, wenn Drittanbieter entsprechende Scripts auf der Internetseite hinterlegt haben. Die Scripts leiten die abgefragten Daten weiter, ohne dass der Nutzer etwas davon mitbekommt.

Die gesammelten Infos ermöglichen zum Beispiel Werbung, die zu den Interessen des Nutzers passt. Durch solche Einblendungen entgehen ihm aber möglicherweise Angebote, die kostengünstiger sind. Denkbar ist auch eine individuelle Preisgestaltung. Kauft der Nutzer regelmäßig teure Produkte oder surft er öfter mit einem hochwertigen Endgerät im Netz, zeigen ihm Onlineshops individuell angepasste, höhere Preise an.

Je häufiger der Nutzer im Internet surft, desto mehr Datenspuren hinterlässt er. Bevor er ein Konto für Single-Sign-On verwendet, sollte er sich deshalb informieren, welche Bedingungen zum Datenschutz beim Anbieter des Kontos gelten.

 

Social-Media-Account kann beeinflusst werden

Ein anderes Risiko besteht darin, dass im Hintergrund möglicherweise Aktivitäten auf dem Social-Media-Profil ablaufen. Das liegt daran, dass die sozialen Netzwerke eine Anwendung freischalten, die es ermöglicht, sich mit dem Account auf anderen Seiten einzuloggen. Die Apps, die mit Social-Media-Konten verknüpft sind, sind in den Einstellungen der Netzwerke aufgeführt. Teilweise verlangen die Anwendungen aber weitgehende Rechte. Dazu kann gehören, dass die App im Namen des Nutzers Inhalte posten oder liken darf.


Welche Rechte eingeräumt werden, listet die Webseite auf, wenn der Nutzer den Login einrichtet. Daher sollte er das Kleingedruckte genau lesen. Möchte er bestimmte Rechte nicht erlauben, sollte er die Häkchen an den entsprechenden Punkten entfernen. Geht das nicht, bleibt letztlich nur die Möglichkeit, die Einrichtung des Logins mit einem anderen Benutzerkonto auf dieser Internetseite abzubrechen.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

 

 
< Prev   Next >

Anzeige

PDF-Download

PDF Anleitungen

IT & Internet

Powerline als Alternative zu WLan
Infos zu Powerline als Alternative zu WLan Auch in einem Zeitalter, in dem in nahezu jedem Haushalt mindestens ein Rechner steht und das Int...
Peer-to-Peer WLan
Infos zum Peer-to-Peer WLan Ein WLan-Netzwerk kann in unterschiedlichen Betriebsmodi betrieben werden. In den meisten Fällen wird der I...
Was bedeutet Flex-Office?
Was bedeutet Flex-Office? Corona führte dazu, dass auf einmal etliche Arbeitnehmer von zu Hause aus arbeiten mussten. Zwar gab es e...
Netiquette: Die wichtigsten Regeln für die Kommunikation im Netz
Netiquette: Die wichtigsten Regeln für die Kommunikation im Netz Die Netiquette beschreibt die Verhaltensregeln für die Kommun...
Checkliste bei Fehlern im WLan unter Windows Vista/XP
Checkliste bei Fehlern im WLan unter Windows Vista / XP Natürlich sind auch Drahtlosnetzwerke vor Fehlern nicht gefeit, wobei sich die...

mehr Artikel

Uebersicht zur WLan Sendeleistung Übersicht zur WLan Sendeleistung Das Kürzel WLan steht für Wireless Local Area Netwrok und meint ein lokales Netzwerk, das schnurlos betrieben wird. Durch WLan wird es somit möglich, das Internet ähnlich wie ein Handy auch unterwegs und an beliebigen Stellen in der Wohnung zu nutzen. Voraussetzung ist lediglich, dass ein drahtloser Netzzugang zur Verfügung steht. Die Reichweiten von WLan hängen von unterschiedlichen Faktoren ab, zu denen neben der Umgebung, den Sichtverhältnissen und dem Ort, an dem die Antenne aufgestellt ist, auch die Qualität der genutzten Geräte sowie die Dämpfung durch Kabel gehören.    Ganzen Artikel...

Basiswissen: Breitbandzugänge in der Übersicht, 2. Teil Basiswissen: Breitbandzugänge in der Übersicht, 2. Teil Wer im Internet surfen will, braucht neben einem Endgerät vor allem einen Internetzugang. Und dabei stehen mittlerweile verschiedene Varianten zur Verfügung. Welche das sind, erklärt unsere zweiteilige Übersicht.   Ganzen Artikel...

Wie funktioniert der Kauf von E-Books? Wie funktioniert der Kauf von E-Books? Viele lesen zwar gerne Bücher, aber nicht jeder hat Platz für eine große Bibliothek. Eine Alternative zu traditionellen, gedruckten Büchern können dann E-Books sein. E-Books sind Bücher im digitalen Format und auf einem Endgerät finden unzählige E-Books Platz. Inzwischen ist die Auswahl riesengroß.  Ganzen Artikel...

Uebertragungsmodi bei WLan Infos zu den verschiedenen Übertragungsmodi bei WLAN Grundsätzlich gibt es drei unterschiedliche Übertragungsmodi, die für die Kommunikation in einem Wlan-Netzwerk genutzt werden können. Hier dazu die wichtigsten Infos:  1.       Ad-Hoc-Modus. Hierbei handelt es sich um einen Modus, bei dem die Nutzer oder die Komponenten des Wlan-Netzwerkes unmittelbar untereinander kommunizieren.  Ganzen Artikel...



Bezahlen beim Online-Shopping: Die Möglichkeiten in der Übersicht, 2. Teil Bezahlen beim Online-Shopping: Die Möglichkeiten in der Übersicht, 2. Teil   Online einzukaufen, gehört längst zum Alltag dazu. Doch wer Ware im Internet bestellt, muss sie natürlich auch bezahlen. Früher waren die Vorkasse und der Kauf auf Rechnung die gängigsten Zahlungsmethoden. Inzwischen bieten Online-Shops eine Reihe weiterer Möglichkeiten, bei denen oft Drittanbieter oder Banken dazwischengeschaltet sind. Die Abläufe sollen dadurch nutzerfreundlich, einfach, schnell und sicher sein. Doch welche Bezahldienste gibt es überhaupt? Und welche Methode ist die beste Wahl? In einem zweiteiligen Beitrag vermitteln wir die wichtigsten Infos zum Thema. Hier ist der 2. Teil!    Ganzen Artikel...