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Als Programmierer arbeiten - Infos und Tipps, 1. Teil

Als Programmierer arbeiten - Infos und Tipps, 1. Teil

 

IT-Jobs sind sehr gefragt und haben echtes Zukunftspotenzial. Schließlich ist eine Welt ohne Computer und Digitalisierung kaum noch vorstellbar. Gleichzeitig gibt es zahllose Unternehmen, die händeringend nach Informatikern, Programmierern, Software-Entwicklern und anderen IT-Experten suchen.

Programmierer sind daran beteiligt, wenn Software, Apps, Webseiten, Videospiele, künstliche Intelligenz, virtuelle Welten und ähnliche Dinge entstehen. Dabei stehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt umso besser, je mehr Programmiersprachen ein Programmierer beherrscht und je mehr Erfahrung er vorweisen kann. Doch was heißt das genau? Welche Ausbildung ist notwendig? Auf welche Eigenschaften kommt es an? Und wo gibt es Jobs? In einer Beitragsreihe haben wir Infos und Tipps für alle zusammengetragen, die sich vorstellen können, als Programmierer zu arbeiten.

 

Ist ein Studium notwendig, um als Programmierer zu arbeiten?

Die Informatik und alles, was dazugehört, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem sehr wichtigen Wirtschaftszweig gemausert. Der Markt ist groß und entwickelt sich stetig weiter. Aus diesem Grund sind auch Programmierer gesucht.

Allerdings sind viele Bereiche noch jung und zahlreiche Berufe stehen noch ziemlich am Anfang. Wer als Programmierer arbeiten möchte, muss sich nicht nur mit dem Computer auskennen, sondern auch und vor allem mit der Software und den verschiedenen Programmiersprachen vertraut sein. Aus diesem Grund lohnt es sich, eine Ausbildung oder ein Studium zu absolvieren.

Es gibt zwar viele Programmierer, die ihren Beruf erfolgreich ausüben und sich ihre Kenntnisse weitestgehend selbst beigebracht haben. Doch das liegt in erster Linie daran, dass das Angebot an beruflichen Ausbildungen und Studiengängen in diesem Bereich früher überschaubar war. Also blieb nicht viel anderes übrig, als sich mit reichlich Disziplin selbst Wissen über Programmiersprachen, Auszeichnungssprachen und Datenbankverwaltungssysteme anzueignen. Inzwischen ist das anders. Und gerade weil es verschiedene Möglichkeiten gibt, kann eine professionelle Ausbildung mit Abschluss den entscheidenden Vorteil auf dem Arbeitsmarkt bringen.

Eine Möglichkeit für die Ausbildung ist der Besuch einer technischen Hochschule. Dort stehen mehrere Studiengänge zur Auswahl, die von der Informatik als solches bis hin zur Softwareentwicklung oder noch spezielleren Fächern wie dem Game Engineering reichen. Eine andere Möglichkeit ist, Mathematik, BWL oder Wirtschaftsinformatik zu studieren und sich schon während des Studiums oder im Anschluss daran in Bereich Software und Programmierung zu spezialisieren. Das geht nicht nur an einer Hochschule, sondern auch an einer Universität.

Daneben gibt es in vielen größeren Städten Schulen und Bildungseinrichtungen, die Kurse anbieten. In den Kursen geht es zum Beispiel um eine bestimmte Computersprache, ein Datenbanksystem oder die Entwicklung von Apps fürs Smartphone. Die Kurse sind meist recht kompakt. Doch sie sind ein guter Weg, um schnell die wesentlichen Grundlagen zu erlernen oder sich weiterzubilden.

Auf jeden Fall sollte der künftige Programmierer aber auch seine Englischkenntnisse auf Vordermann bringen. Denn in der Welt der IT führt an Englisch kein Weg vorbei. Viele Hochschulen und Universitäten haben Partnerschaften mit Bildungseinrichtungen im Ausland. Dadurch ist es möglich, einen Teil der Ausbildung im Ausland zu absolvieren und so die Computer- und die Fremdsprachenkenntnisse gleichzeitig zu vertiefen.

Bei den meisten Studiengängen ist inzwischen mindestens ein Praktikum vorgesehen. Während des Praktikums kann der Student sein Wissen praktisch anwenden, erste Berufserfahrung sammeln und Kontakte knüpfen. Bei einem dualen Studium oder einer Berufsausbildung wechseln sich theoretische und praktische Abschnitte ohnehin ab.

So oder so sollte der künftige Programmierer aber zum Beispiel Ferien nutzen, um Praxiserfahrung zu sammeln. Denn in der schnelllebigen Welt der Computer sind Erfahrungswerte und gute Leistungen unterm Strich wichtiger als theoretisches Wissen. 

 

Welche Aufgaben kann ein Programmierer übernehmen?

Ein Programmierer kann in verschiedenen Bereichen tätig werden. Denn die IT-Branche ist sehr breit gefächert. Hinzu kommt, dass sich die Inhalte stetig wandeln und es deshalb kaum jemanden gibt, der zum Beispiel alle Programmiersprachen perfekt beherrscht. Aus diesem Grund ist es eher üblich, dass sich ein Programmierer auf ein Feld spezialisiert. 

Doch schon diese Auswahl ist gar nicht so einfach. Hier ein paar Beispiele:

·Der Videospieleentwickler gestaltet und programmiert Spiele für Computer, Smartphones oder Konsolen.

·Der Programmierer von künstlicher Intelligenz erarbeitet Programme, die auf menschlicher Intelligenz basieren und für intelligente Computer optimiert sind.

·Der Entwickler für maschinelles Lernen nutzt künstliche Intelligenz, um Software oder Geräte zu entwickeln, die aus den Daten, die sie sammeln, selbstständig lernen.

·Ein Programmierer im Bereich der Cybersicherheit erarbeitet und richtet Strukturen ein, die dafür sorgen, dass Fremde keinen Zugriff auf die Systeme und Daten von Unternehmen haben.

·Ein Virtual-Reality-Developer entwickelt Werkzeuge wie zum Beispiel Brillen oder Kopfhörer, die dem Nutzer ermöglichen, die virtuelle Welt so zu erleben, als wäre sie real.

·Der Systementwickler programmiert Geräte und Maschinen, die von Computerprogrammen gesteuert werden. Das können zum Beispiel Schweißroboter, smarte Kühlschränke oder auch Waschmaschinen sein.

·Der Webentwickler entwirft Internetseiten und Online-Anwendungen.


Innerhalb der einzelnen Tätigkeiten gibt es oft noch weitere Spezialisierungen. So kann der Webentwickler zum Beispiel nur für die Oberfläche einer Webseite zuständig sein und sich darum kümmern, das Design und alle gewünschten Elemente zu codieren. Andersherum kann er nur den Teil der Webseite programmieren, der im Hintergrund besteht und für Internetnutzer nicht sichtbar ist.

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