Netzwerk
Wireless Lan
Fachartikel
Wireless Lan Zubehör
Notebook Wireless Lan
Wireless Lan Technik
Wireless Lan System
Wireless Lan Netzwerk
Wireless Lan Management
Verzeichnis
Impressum - Datenschutz
Wireless Lan Blog
Infos zum WLan-USB-S...
Tipps zu WDS und Rep...
Frequenzen bei WLan
Infos zum WLan-USB-S...
Sendeleistung von WL...

Anzeige

Die Vor- und Nachteile vom IP-basierten Anschluss, 1. Teil

Die Vor- und Nachteile vom IP-basierten Anschluss, 1. Teil

 

In der Form, in der das Festnetz einst gestartet ist, wird es schon bald Geschichte sein. Die Telefonleitung bleibt zwar erhalten. Aber ihr ursprünglicher Verwendungszweck - nämlich Sprache zu übertragen - spielt aus Sicht der Technik schon lange nur noch eine Nebenrolle. Bei vielen Kunden fließt die Telefonleitung bereits als digitaler VoIP-Datenstrom durch die Internetverbindung. Und in absehbarer Zukunft wird das in fast allen deutschen Haushalten der Fall sein. Denn es ist nur eine Frage der Zeit, bis die alten Telefonanschlüsse auf IP-Anschlüsse umgestellt sind. Nur: Wie funktioniert die Technik eigentlich? Und was sind die Vor- und Nachteile von einem IP-basierten Anschluss? Diesen Fragen gehen wir in einem zweiteiligen Beitrag nach. Dabei schauen wir uns im 1. Teil die Technik etwas genauer an.

 

Der IP-Anschluss als Ersatz für den altbewährten Telefonanschluss

Der traditionelle, leitungsvermittelte Telefondienst, der auf Analog- oder ISDN-Technik basiert, nimmt auf den kupfernen Doppeladern der Anschlüsse ein ziemliches breites Frequenzspektrum in Anspruch. Wird dieser Telefondienst abgeschaltet, werden Kapazitäten für DSL-Signale frei. Durch die Nutzung dieser Kapazitäten kann beim jeweiligen Anschluss die Reichweite, die Geschwindigkeit oder auch beides erhöht werden. Die Reichweite beschreibt die größtmögliche Entfernung zwischen der Vermittlungsstelle und der Wohnung des Kunden, bei der DSL in einer gewissen Geschwindigkeit zur Verfügung gestellt werden kann.

Ein weiterer Minuspunkt aus Sicht der Telekommunikationsanbieter besteht darin, dass sie bei einem klassischen Telefondienst Telefon-Vermittlungsstellen in einem dezentralen Netz betreiben müssen. Im Unterschied dazu kann die Technik bei der IP-Telefonie an ein paar zentralen Stellen gebündelt werden. Klar, dass das ordentlich Kosten einspart. Siedelt ein Netzbetreiber die DSL-Gegenstellen zusätzlich noch in die Verteilerkästen um, die am Straßenrand stehen, kann er einen Großteil der Standorte mit Vermittlungsstellen sogar komplett schließen. Bei VDSL ist das zum Beispiel gängige Praxis. Das Interesse der Netzbetreiber, die Anschlüsse ihrer Kunden zügig auf IP-Telefonie umzustellen, ist jedenfalls dementsprechend groß. Die Pläne sehen vor, dass die Umstellung bis 2018 weitestgehend abgeschlossen sein soll.

 

Die Umstellung läuft im Hintergrund

Wird ein reiner Analog- oder ISDN-Anschluss umgeschaltet, bemerkt der Kunde von der Umstellung selbst nichts. Denn in diesem Fall werden die Daten auf Seiten des Netzbetreibers in den Vermittlungsstellen oder Kabelzweigstellen umgewandelt. Etwas anders sieht es bei Festnetzanschlüssen aus, die auch für DSL genutzt werden. Um zusätzliche DSL-Bandbreite zu gewinnen, müssen hier nämlich die Frequenzbereiche, die bislang der analoge oder ISDN-Anschluss belegt hat, freigegeben werden. Das erfolgt in aller Regel auf Seiten des Kunden, indem sein Router, in den eine VoIP-fähige Telefonanlage integriert ist, die Sprache in IP-Pakete umwandelt. 

 

Die Funktionsweise der VoIP-Technik

Bei der IP-Telefonie steckt der Telefonstecker nicht in der TAE-Buchse der Telefondose. Und es gibt auch keine ISDN-Box und keinen Splitter mehr. Stattdessen wird das Telefon am VoIP-fähigen Kabelmodem oder am DSL-Router angeschlossen. Der Router digitalisiert die Schallwellen, die das analoge Telefon in elektrische Impulse umwandelt, und komprimiert sie bei Bedarf. Anschließend bündelt er sie in Datenpakete und schickt die Pakete per Internet-Protokoll zum Telefonserver des Anbieters. Der Telefonserver tauscht die Daten schließlich mit dem Gesprächspartner aus. Falls der Gesprächspartner keine IP-Telefonie nutzt oder bei einem anderen Anbieter Kunde ist, werden die Daten ins herkömmliche Telefonnetz weitergeleitet. Das erfolgt durch einen Übergabepunkt, einem sogenannten Gateway.

Damit eingehende Anrufe den Kunden erreichen können, muss sein Router die ganze Zeit über online sein. Einige Provider nutzen dafür eine zweite Verbindung. Diese sogenannte PPPoE-Session, die für den Anwender unsichtbar ist, kümmert sich dann nur um den Telefonverkehr. Andere Anbieter verwenden für die Telefonie die normale Online-Verbindung. Der Router und die Netzkomponenten des Anbieters weisen den VoIP-Datenpaketen in diesem Fall die höhere Priorität zu. Dadurch soll sichergestellt sein, dass auch bei hoher Auslastung störungsfreie Telefonate möglich sind. 

Ein großer Pluspunkt gegenüber der normalen Telefonie ist, dass die VoIP-Bandbreite in der Zeit, in der keine Telefongespräche geführt werden, auch für andere Internet-Übertragungen verfügbar ist. Ohnehin kommt Voice over IP aber mit sehr wenig Bandbreite aus. Und im Unterschied zur herkömmlichen Internet-Telefonie werden die Daten bei der IP-Telefonie nur im eigenen Netz und nicht über das Internet geroutet. Das bringt den Vorteil mit sich, dass die Anbieter die Datenpakete auf der kürzesten Strecke zum Empfänger übertragen und ihnen auf dem kompletten Weg die höchste Priorität zuweisen können. Aussetzer, Verzögerungen und Verbindungsabbrüche treten dadurch praktisch nicht auf. Das gilt jedenfalls dann, wenn ein stabiler DSL-Zugang vorhanden ist. Denn er ist Grundvoraussetzung.

Die Sprachqualität bei der IP-Telefonie entspricht prinzipiell der von klassischer Telefonie. Eine deutlich bessere Sprachqualität wiederum wird erreicht, wenn beide Teilnehmer im gleichen Netz telefonieren. Und wenn alle beteiligten Geräte, also angefangen bei den Telefonen über die Router bis hin zum Telefonserver des Anbieters, den Sprachcodec G.722 unterstützen. Dieses Verfahren nennt sich dann auch HD-Telefonie. Bei Schnurlos-Telefonen wird von CAT-iq gesprochen.

 

VoIP-Telefonie auf mobilen Endgeräten 

VoIP ist generell immer dann möglich, wenn eine Verbindung zum Internet besteht. Folglich kann auch mit dem Smartphone per VoIP telefoniert werden. Der Nutzer benötigt dafür lediglich eine entsprechende App. Ob sich auf dem Gerät schon ein geeigneter Dienst befindet, kann der Nutzer überprüfen, indem er über die Einstellungen in seiner normalen Telefon-App auf Anrufeinstellungen, dann auf Einstellungen für Internetanrufe und danach auf Konten für Internetanrufe (SIP) klickt. Findet sich hier nichts oder möchte der Nutzer einen anderen Client verwenden, kann er auf alternative Apps zurückgreifen. Die Kontoeinrichtung ist recht einfach, wenn der Nutzer auf einen der VoIP-Anbieter zurückgreift, der in der Liste der jeweiligen App schon voreingestellt ist. Andernfalls muss der Nutzer zahlreiche Einstellungen vornehmen und diverse Daten eingeben. Anleitungen dafür gibt es meist auf den Hilfeseiten der Telekommunikationsanbieter.

Mehr Anleitungen, Tipps und Ratgeber: 

 

 
< Prev   Next >

Anzeige

PDF-Download

PDF Anleitungen

IT & Internet

Home-Office, Home-Schooling: Warum fällt vielen das so schwer?
Home-Office, Home-Schooling: Warum fällt vielen das so schwer? Seit März 2020 erleben die Gesellschaft und die Wirtschaft eine...
Fernsehen mit WLan
Übersicht Fernsehen mit WLan WLan kann weit mehr, als nur Rechner miteinander zu verbinden und dadurch ein Netzwerk aufzubauen, denn mi...
Uebersicht zur WLan Sendeleistung
Übersicht zur WLan Sendeleistung Das Kürzel WLan steht für Wireless Local Area Netwrok und meint ein lokales Netzwerk, das sc...
Die größten Meilensteine in der Geschichte der Browser
Die größten Meilensteine in der Geschichte der Browser Das Internet wäre ohne die Browser unvorstellbar. Hier sind die wicht...
Günstige Auslandsgespräche - Infos und Tipps
Günstige Auslandsgespräche - Infos und Tipps Wer mit Freunden und Verwandten im Ausland telefoniert, muss mitunter tief in die Tas...

mehr Artikel

Surfen und gleichzeitig lernen - 10 Anregungen Surfen und gleichzeitig lernen - 10 Anregungen   Mit Freunden in aller Welt kommunizieren, in Foren stöbern, Infos recherchieren, einkaufen oder Bankgeschäfte erledigen: Das Internet lässt sich auf sehr vielfältige Weise und für die unterschiedlichsten Zwecke nutzen. Klar, dass das weltweite Netz manchmal auch einfach nur zu einem netten Zeitvertreib wird und sich prima eignet, um etwa mit Spielen die eine oder andere Stunde zu überbrücken. Aber genauso kann das Internet zu einer sehr nützlichen Plattform werden, um Neues zu lernen oder vorhandene Kenntnisse zu vertiefen. Und viel mehr als ein bisschen Zeit und einen Internetzugang braucht es nicht, um sich frisches Wissen oder Können anzueignen. Wir haben zehn Anregungen zusammengetragen, wie der Nutzer surfen und gleichzeitig lernen kann.  Ganzen Artikel...

Bezahlen beim Online-Shopping: Die Möglichkeiten in der Übersicht, 1. Teil Bezahlen beim Online-Shopping: Die Möglichkeiten in der Übersicht, 1. Teil   Per Vorkasse, über einen Online-Bezahldienst oder doch besser auf Rechnung? In Online-Shops stehen verschiedene Bezahlmöglichkeiten zur Auswahl. Doch welche davon sind am besten und sichersten? Bei einer Bestellung im Online-Shop waren früher in erster Linie Vorkasse und Rechnung üblich. Dadurch lag das komplette Risiko entweder beim Käufer oder beim Verkäufer. Während der Verkäufer die Bezahlung per Vorkasse bevorzugte, war dem Käufer ein Kauf auf Rechnung lieber. Mittlerweile schalten sich verschiedene Drittanbieter oder Banken dazwischen. Die Bezahldienste sollen dazu beitragen, dass Online-Einkäufe schnell, einfach und für beide Seiten sicher ablaufen. Doch ganz risikofrei sind auch moderne Bezahldienste nicht. In einem zweiteiligen Beitrag bündeln wir die wichtigsten Infos zum Thema!  Ganzen Artikel...

Tipps fuer Handyakkus Tipps, damit der Handyakku länger hält Mittlerweile sind Handys bei Weitem nicht mehr nur einfache Telefone, die es ermöglichen, auch von unterwegs aus zu telefonieren oder Kurznachrichten zu verschicken. Moderne Handys sind mit vielen Zusatzfunktionen ausgestattet und greifen auf eine Vielzahl unterschiedlicher Techniken zurück, sei es nun WLan, UMTS oder GPS. Damit machen sie es möglich, Bilder und Videos aufzunehmen und zu verschicken, Termine und Adresslisten zu verwalten, Spiele zu spielen, im Internet zu surfen oder das Handy zum Navigationsgerät umzufunktionieren. Der Nachteil ist jedoch, dass alle diese Funktionen Energie benötigen, was dann wiederum zur Folge hat, dass der Handyakku oft recht schnell leer ist.    Ganzen Artikel...

Fernsehen mit WLan Übersicht Fernsehen mit WLan WLan kann weit mehr, als nur Rechner miteinander zu verbinden und dadurch ein Netzwerk aufzubauen, denn mittlerweile hat WLAN auch Einzug in Privathaushalte gefunden und lässt diese zu kleinen Multimedia-Centern werden. So kann beispielsweise mithilfe der WLAN-Technik Radio und Musik gehört oder Fernsehen geschaut werden.  Ganzen Artikel...



Die wichtigsten Tipps für sichere Passwörter Die wichtigsten Tipps für sichere Passwörter Ob ein gehackter E-Mail-Account, unerklärliche Rechnungen von Onlineshops, plötzlich veränderte Profile in sozialen Netzwerken oder ein leer geräumtes Bankkonto: Viele denken, dass solche Angriffe von Cyberkriminellen immer nur die anderen treffen. Für den Durchschnittsuser, der gelegentlich mal im Internet einkauft und hin und wieder etwas postet, werden sich die Internetgauner schon nicht interessieren.    Ganzen Artikel...