Netzwerk
Wireless Lan
Fachartikel
Wireless Lan Zubehör
Notebook Wireless Lan
Wireless Lan Technik
Wireless Lan System
Wireless Lan Netzwerk
Wireless Lan Management
Verzeichnis
Impressum - Datenschutz
Wireless Lan Blog
Infos zum WLan-USB-S...
Tipps zu WDS und Rep...
Frequenzen bei WLan
Infos zum WLan-USB-S...
Sendeleistung von WL...

Anzeige

Künftig freie Wahl beim Internetrouter

Künftig freie Wahl beim Internetrouter 

Bislang mussten Verbraucher an ihrem Breitbandanschluss oft den Router ihres Netzbetreibers verwenden. Doch damit ist jetzt Schluss. Denn eine gesetzliche Neuregelung sorgt dafür, dass künftig freie Wahl beim Internetrouter besteht.

 

Bisher war es so: Viele Netzbetreiber verpflichteten ihre Kunden dazu, die hauseigenen Router zu verwenden. Die einfache, kabelgebundene Basisversion wurde dabei während der Vertragslaufzeit oft ohne Zusatzkosten zur Verfügung gestellt. Für ein höherwertiges Modell oder ein Gerät mit WLan mussten Kunden einen Aufpreis bezahlen. Dieser lag zwischen zwei und fünf Euro pro Monat.

Statt den Router nur zu mieten, konnten Kunden das Gerät häufig auch kaufen. An dieser Praxis wird sich in Zukunft wahrscheinlich nicht allzu viel ändern. Denn die Netzwerkbetreiber dürfen ihren Kunden auch weiterhin eigene Router zur Verfügung stellen oder zur Miete und zum Kauf anbieten.

Neu ist aber, dass sie die Kunden nicht mehr dazu verpflichten dürfen, die hauseigenen Geräte zu verwenden. Stattdessen können Verbraucher künftig selbst entscheiden, ob sie einen Router ihres Telefon- und Internetanbieters verwenden oder sich ein eigenes Gerät im Handel kaufen möchten. 

 

Freie Routerwahl durch gesetzliche Neuerungen

Die Basis für die freie Wahl in Sachen Internetrouter schaffen gesetzliche Neuregelungen, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, kurz BMWi, auf den Weg gebracht hat. Bereits im November 2015 wurde das Gesetz im Bundestag und im Bundesrat beschlossen. Seit dem 1. August 2016 ist das Gesetz zur Routerfreiheit in Kraft.  

Möglich ist die freie Routerwahl durch zwei Änderungen. So wurde zum einen das Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen, kurz FTEG, dahingehend neu geregelt, dass die Liberalisierung für Endgeräte aller Art gilt, darunter eben auch für Router und Kabelmodems. Zum anderen wurde das Telekommunikationsgesetz, kurz TKG, geändert. Im Ergebnis ist der Netzzugang des Verbrauchers jetzt als passiver Netzabschlusspunkt definiert. Für die Praxis heißt das, dass das Telekommunikationsnetz vor dem Router endet. Der Router wiederum ist ein aktives Endgerät und gehört damit nicht mehr zum Telekommunikationsnetz.

Mit dem Router ist es also im Prinzip ähnlich wie mit dem Telefon. Die Telefonleitung, die der Festnetzanbieter dem Verbraucher als Zugang zum Festnetz zur Verfügung stellt, endet an der Telefondose. Und der Verbraucher kann hier ein Telefon seiner Wahl als Endgerät anschließen, um die Telefonleitung zu nutzen. Die Änderung des TKG war deshalb notwendig, weil viele Telekommunikationsanbieter bisher den Router als aktiven Netzabschlusspunkt definierten. Ihrem Verständnis nach war der Router also der Zugangspunkt zum öffentlichen Netz, wobei die Anbieter die Ausgestaltung des Netzes bestimmen. Und weil das Telekommunikationsnetz dadurch am Router endete, konnten sie den Router vorschreiben, der verwendet werden musste. 

 

Die Herausgabe der Zugangsdaten ist Pflicht

Telekommunikationsanbieter können zusammen mit ihren Telefon- und Internettarifen auch in Zukunft Router und Modems zur Verfügung stellen und zur Miete oder zum Kauf anbieten. Möchte der Kunde aber ein eigenes Endgerät verwenden, muss der jeweilige Netzbetreiber die notwendigen Zugangsdaten herausgeben. Dazu verpflichtet ihn das neue Gesetz. Dabei muss die Herausgabe der Zugangsdaten unaufgefordert und kostenfrei erfolgen.  

Die Vor- und Nachteile eines eigenen Routers

Egal ob der Kunde zu einem anderen Anbieter wechselt und dort einen neuen Vertrag abschließt oder ob er bereits einen laufenden Vertrag hat: Seit dem 1. August 2016 kann der Kunde frei wählen, welche Hardware er einsetzen will. So kann er einen Router oder ein Modem von seinem Telekommunikationsanbieter verwenden, sich genauso aber auch ein eigenes Gerät im Handel kaufen. Dabei hat ein eigener Router durchaus Vorteile. Allerdings gibt es auch ein paar Nachteile. 

Vorteile beim eigenen RouterNachteile beim eigenen Router
Der Verbraucher kann das Gerät auswählen, das ihm am meisten zusagt.Der Verbraucher muss den Router selbst einrichten.
Der Verbraucher muss während der Vertragslaufzeit keine Mietkosten bezahlen und das Gerät nach Vertragsende nicht zurückschicken.Der Verbraucher muss sich selbst um die Funktionsfähigkeit des Routers kümmern. Hierzu gehören z.B. Updates. Eine Fernwartung durch den Anbieter erfolgt nicht.
Der Verbraucher kann den Router passend zu seinem individuellen Bedarf konfigurieren und nutzen. Ist der Router defekt, muss sich der Verbraucher an den Händler oder Hersteller wenden. Sein Anbieter tauscht das Gerät nicht aus.
Wechselt der Verbraucher den Anbieter, kann er seinen Router weiterhin verwenden. Er muss kein neues Gerät installieren, sondern muss lediglich die neuen Zugangsdaten eingeben. (Vorausgesetzt, der Anschluss bleibt gleich.)Führt eine Sicherheitslücke am Router zu einem Schaden, muss der Verbraucher den Nachweis erbringen, dass er die Sicherheitsmaßnahmen, die der Hersteller empfiehlt, vollständig und zeitnah umgesetzt hatte.

Zwei wichtige Punkte beim eigenen Internetrouter

Im Handel sind Internetrouter und Modems in vielen verschiedenen Varianten erhältlich. Vom simplen Endgerät mit Basisfunktionen bis hin zur topmodernen Schaltzentrale ist alles vertreten. Doch je mehr ein Router kann, desto teurer ist er in der Regel auch.

Rechnet der Verbraucher andererseits die Kosten zusammen, die für die Zusendung des Routers bei Vertragsbeginn, die Miete eines hochwertigen Routers über einen Zeitraum von zwei Jahren und die Rücksendung bei Vertragsende zusammenkommen, ist er preislich von einem eigenen Gerät nicht mehr weit weg. Doch bevor sich der Nutzer für einen eigenen Internetrouter entscheidet, sollte er zwei Punkte bedenken:

1.       Der Router muss aus technischer Sicht zum vorhandenen Anschluss passen. So eignet sich ein DSL-Router nur für einen DSL-Anschluss, bei einem Kabelanschluss muss ein Kabelrouter her. Und wer (noch) keinen IP-basierten Anschluss hat, sondern ganz klassisch einen analogen oder einen ISDN-Anschluss, und über sein Gerät telefonieren will, braucht einen Router, der auch analoge und ISDN-Telefonie kann.   

2.    Der Verbraucher sollte zumindest grundlegende Technikkenntnisse haben. Einen Router zu installieren, ist zwar nicht allzu schwierig. Denn die Geräte kommen mit einer Anschluss- und Installationsanleitung daher, die der Verbraucher nur befolgen muss. Gibt es aber Probleme, ist der Verbraucher auf sich alleine gestellt. Denn den technischen Support seines Telekommunikationsanbieters wird er bei einem eigenen Gerät wahrscheinlich nicht in Anspruch nehmen können.

Mehr Anleitungen, Tipps und Ratgeber:

  • WLan und Mobilfunk im Flieger - Infos und Tipps
  • Die wichtigsten Infos zu Cybermobbing
  • Übersicht: die größten Risiken für den PC
  • Die wichtigsten Tipps für sichere Passwörter
  • 5 Tipps, um Kinder beim Einstieg ins Internet zu unterstützen
  • Die wichtigsten Änderungen 2016 rund ums Internet
  • Thema: Künftig freie Wahl beim Internetrouter

     
    < Prev   Next >

    Anzeige

    PDF-Download

    PDF Anleitungen

    IT & Internet

    Kinder und das Internet - ein Ratgeber
    Kinder und das Internet - ein Ratgeber Früher wurden in der Schule kleine Zettelchen geschrieben und untereinander ausgetauscht. Au...
    Infos rund um Webcrawler, Teil 2
    Infos rund um Webcrawler, Teil 2 In der Informatik spielen Webcrawler eine wichtige Rolle. Das gilt vor allem dann, wenn es darum geht,...
    Wie kommt das Tablet ins Internet?
    Wie kommt das Tablet ins Internet? Ganz neu sind Tablet PCs zwar nicht mehr, aber ihr Boom ist nach wie vor ungebrochen. Immer mehr Nutzer b...
    10 Eltern-Mythen über Kinder und das Internet, Teil II
    10 Eltern-Mythen über Kinder und das Internet, Teil II Heutige Eltern und Großeltern erinnern sich noch an Zeiten, in denen e...
    Anleitung PC und Handys als Hotspots
    Anleitung und Infos zu PC und Handys als Hotspots Ein Hotspot übernimmt die Aufgabe, Benutzern einen einfachen Zugang zum Internet zu e...

    mehr Artikel

    Infos zum WLan-USB-Stick Infos zum WLan-USB-Stick Prinzipiell wird bei WLAN zwischen Ad-Hoc- und Infrastruktur-Netzwerken unterschieden. Während mit einem Ad-Hoc-Netzwerk gemeint ist, dass zwei Computer miteinander verbunden werden, werden für kabellose Internetzugänge in aller Regel Infrastruktur-Netzwerke eingerichtet. Der Access-Point besteht in diesem Fall aus einem entsprechenden WLAN-Router und einem DSL-Modem und die jeweiligen Computer melden sich an dieser Basisstation an. Allerdings setzt eine Anmeldung voraus, dass entsprechende Funkmodule vorhanden sind und hierfür gibt es wiederum einerseits WLan-Karten und andererseits WLan-USB-Sticks.   Ganzen Artikel...

    Uebersicht zur WLan Authentifizierung Übersicht zu der WLan Authentifizierung WLan ist zwar zweifelsohne komfortabel und praktisch, aufgrund der fehlenden physischen Verbindung zwischen den Knoten jedoch anfällig für Angriffe und Datendiebstähle. Insofern gehören Maßnahmen, die zumindest ein möglichst hohes Sicherheitsniveau sicherstellen, zu den großen Aufgaben der IT und den unabdingbaren Pflichten des WLan-Nutzers. Zu den grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen, die jeder WLan-Nutzer treffen sollte, gehört dabei, ·         den Router oder den Access Point so einzustellen, dass eine sichere Methode für die Verschlüsslung aktiviert ist und ein sicherer Netzwerkschlüssel vergeben wird.·         die vom Hersteller voreingestellten Passwörtern abzuändern.·         den vom Hersteller voreingestellten SSID-Namen, der meist Rückschlüsse auf den Gerätetyp zulässt, zu ersetzen.·         die Fernkonfiguration des Routers zu desaktivieren.    Ganzen Artikel...

    Warum ist schnelles Internet wichtig? Warum ist schnelles Internet wichtig? Ob bei der Arbeit im Büro oder beim Surfen und Streamen auf der Couch: In vielen Bereichen ist eine schnelle und zuverlässige Internetverbindung längst unverzichtbar. Die vielen digitalen Anwendungen, die wir regelmäßig nutzen, und die stetige Weiterentwicklung smarter Technologien machen das Bedürfnis nach einem stabilen Internetanschluss nur noch größer.Aber warum ist schnelles Internet wichtig? Welche Bedeutung hat das Netz für unseren Lebens- und Arbeitsalltag? Und welche Internetlösung ist zukunftssicher?  Ganzen Artikel...

    Daten vom Smartphone vor einem Verkauf sicher löschen Daten vom Smartphone vor einem Verkauf sicher löschen   Kontaktdaten, Fotos, E-Mails, Chatverläufe, Passwörter, Zugangsdaten zum Online-Banking: Auf dem Smartphone sammeln sich im Laufe der Zeit jede Menge persönliche Informationen an. Geraten solche sensiblen Daten in die falschen Hände, kann das nicht nur unangenehm für einen selbst werden, sondern Kriminellen auch die Möglichkeit zum Datendiebstahl und Datenmissbrauch eröffnen. Erschwerend kommt dazu, dass auf dem Endgerät neben den eigenen Daten auch Informationen über die Kontakte und damit über Dritte vorhanden sind. Auf der anderen Seite funktionieren viele Endgeräte einwandfrei und werden nur deshalb austauscht, weil der Besitzer etwas Neues haben möchte. Insofern macht es durchaus Sinn, das Altgerät zu verkaufen. Doch vor einem Verkauf sollten die Daten vom Smartphone sicher gelöscht werden. Und wie das geht, erklären wir in diesem Beitrag!  Ganzen Artikel...



    Aspekte fuer guenstiges Surfen Die zwei grundlegenden Aspekte für günstiges Surfen Insgesamt ist das Surfen im Internet mittlerweile deutlich kostengünstiger als es noch vor ein paar Jahren war, als das Internet seinerzeit seinen großen Siegeszug antrat. Allerdings gibt es heute nicht nur eine Vielzahl unterschiedlicher Anbieter, die einen Internetzugang zur Verfügung stellen, sondern gleichzeitig auch einen regelrechten Tarifdschungel. Insbesondere für den Laien ist es somit nicht immer einfach, einen Tarif zu finden, der zu möglichst geringen Online-Kosten führt.   Ganzen Artikel...