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Alle wichtigen Infos und Fakten zu VoIP 

Das Kürzel VoIP steht für Voice over IP und meint das Telefonieren mithilfe des Internet Protokolls über Computernetzwerke. In Abhängigkeit davon, wo und auf welche Weise das Telefonieren erfolgt, wird von IP Telefonie, Internet Telefonie, LAN Telefonie oder auch von DSL Telefonie gesprochen, wobei die Technik an sich immer die gleiche ist.

Der grundlegendste Unterschied zwischen dem normalen Telefonieren und VoIP ist, dass bei letzterem keine Leistungen geschaltet werden. Die Sprache wird in Pakete umgewandelt, jedes dieser Pakete einzeln übertragen und auf nicht festgelegten Wegen im Netzwerk zu ihrem Ziel gesendet.

 

Die Qualität hängt dabei von Faktoren wie Bandbreite, Ende-zu-Ende Verzögerung, Schwankung der Verzögerung und Verlustrate der Pakete ab. Mittlerweile ist die Qualität innerhalb von lokalen Netzwerken durchaus mit der Qualität beim normalen Telefonieren vergleichbar, durch die langen Laufwege im Internet kann es bei diesen Verbindungen aber zu Unterbrechungen oder Abbrüchen kommen.

 

Hier nun alle wichtigen Infos zu VoIP im Überblick:

 

•        Die Funktionsweise.

Die Sprache wird wie gewohnt als analoges Signal durch ein Mikrofon aufgenommen. Eine Analog/Digital-Wandler wandelt die Signale dann in ein digitales Format um und kodiert sie in Audioformate. Anschließend werden die Daten über ein Netzwerk versendet, wozu der Datenstrom in kleine Pakete eingeteilt wird.

Innerhalb des Netzwerkes leiten Knoten, die sogenannten Router, die Pakete dann über teils unterschiedliche Wege an ihr Ziel. Beim Empfänger landen die Daten erst in einem Zwischenspeicher, wo sie anschließend ausgelesen, wieder in analoge Signale umgewandelt und als Sprache ausgegeben werden. Die Verbindung zu einem normalen Festnetzanschluss erfolgt über die sogenannten Gateways, die ihrerseits sowohl mit dem Computernetzwerk als auch mit dem normalen Telefonnetz verbunden sind und in beide Richtungen arbeiten.

 

•        Die Ausstattung.

Um VoIP nutzen können, gibt es prinzipiell vier Möglichkeiten. So kann die Verbindung von einem Computer, einem analogen Telefon, einem IP Telefon oder einem WiFi Telefon aus hergestellt werden. Zu den grundlegenden Voraussetzungen gehören ein Breitbandanschluss und ein Account bei einem VoIP Anbieter.

Wird vom PC aus telefoniert, muss der Computer online sein, zudem werden eine geeignete Software sowie Sprechzeug beispielsweise in Form eines Headsets oder eines USB-Handsets benötigt. Bei einer Verbindung über ein analoges Telefon ist ein analoger Telefonadapter mit integriertem NAT-Router an das DSL-Modem notwendig, wobei ein NAT-Router auch bei einem IP Telefon vorhanden sein muss. Für die Verbindung über ein WiFi Telefon werden ein öffentlicher HotSpot oder ein WLAN-Router benötigt.

 

•        Die Kosten.

Derzeit können vor allem Privatanwender meist nur über einen VoIP Anbieter telefonieren, wenn daneben ein normaler Festnetzanschluss und DSL vorhanden sind. Die meisten VoIP Anbieter bieten einen kostenlosen Account an, für den keine Einrichtungs- und Grundgebühren erhoben werden, bei dem die Tarife aber dafür etwas teurer sind.

Daneben gibt es meist günstigere Tarife mit einer Grundgebühr sowie Flatrates. Gespräche von VoIP zu VoIP sind jedoch immer kostenlos. Neben den Kosten für die Kommunikation entstehen noch die Anschaffungskosten.

Die günstigste Möglichkeit hier ist, eine entsprechende Software herunterzuladen und vom PC aus zu telefonieren, ein analoger Umwandler für Verbindungen über ein analoges Telefon kostet etwa 70 Euro, Kombigeräte gibt es ab etwa 150 Euro.

Hier mal eine Video-Dokumentation:

Thema: Infos und Fakten zu VoIP

 
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