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Die 6 Sicherheitsziele bei Wireless LAN 

Zu den größten Problemen von Wireless LAN gehört die Sicherheit. Im Vergleich mit kabelgebundenen Netzwerken zeigt sich, dass die öffentliche Luftschnittstelle, die funk-basierte Systeme nutzen, durchaus Gefahrenpotenzial für Angriffe bietet.

So kann ein potenzieller Angreifer diese Schnittstelle nutzen, um persönliche oder unternehmensinterne Daten des WLAN-Betreibers in Erfahrung zu bringen, denn letztlich lässt sich die Ausbreitung eines Funksystems nur in begrenztem Umfang steuern.

 

Insofern sehen sich WLAN-Netzwerke mit verschiedenen möglichen Angriffsszenarien konfrontiert, hierzu gehören beispielsweise Spionage, Störung der Kommunikationswege oder Datenmanipulationen.

Um diesen Gefahren entgegenzuwirken und die Sicherheit auf ein höchstmögliches Maß zu erhöhen, wurde ein Sicherheitsmanagement für funkbasierte Netzwerke entwickelt, das sechs wesentliche Sicherheitsziele benennt:

 

1.       confidentiality steht für Vertraulichkeit und bedeutet, dass keine Unbefugten Zugriff auf vertrauliche Daten erhalten oder diese auslesen können, wobei sich dies sowohl auf unbefugte Personen als auch auf Prozesse bezieht.

Unterschieden werden dabei zwei Arten von Vertraulichkeit. Zum einen ist dies die Datenvertraulichkeit und somit der Schutz von privaten oder unternehmensinternen Daten und zum anderen die Anonymität von Teilnehmern, also der Schutz vor einer Identifizierung durch Unbefugte.

 

2.       availability bedeutet Verfügbarkeit. Diese ist jedoch nur dann in vollem Umfang sichergestellt, wenn es keine Manipulationen an den Funktionen der Applikationen oder der Hardware durch Unbefugte gab.

So kann es zu Fehlfunktionen kommen, wenn Manipulationen Fehler an der Applikation oder der Hardware hervorrufen und Beeinträchtigungen der Betriebskontinuität sind durch Sabotagen oder technisches Versagen denkbar.

 

3.       reliability meint Verlässlichkeit und ist die Voraussetzung für Integrität und Verbindlichkeit. Durch das Sicherheitsziel der Verlässlichkeit wird die Absicht verfolgt, eine betriebssichere Funktionsweise der gewünschten Applikationen und Funktionen und der damit Systeme und Daten sicherzustellen.

 

4.       integrity fokussiert die Daten- und Systemsicherheit. Das Ziel der Datenintegrität liegt darin, zu gewährleisten, dass Unbefugte zugesandte Daten nicht ändern oder zerstören können und das Ziel der Systemintegrität bezieht sich darauf, dass das System in der gewünschten Performance, jedoch ohne Manipulationen genutzt werden kann.

 

5.       accountability beschreibt die Verbindlichkeit und bedeutet, dass eine Zuordnung von Aktionen zu ihrem entsprechenden Initiator möglich wird, wodurch dann eine spätere Überprüfung mit eindeutigen Daten sichergestellt werden soll.

Dabei gliedert sich die Verbindlichkeit in mehrere Aspekte. Durch die Initiatorauthentizität soll gewährleistet werden, dass die Urheberschaft nachgewiesen kann und die Beweissicherung sowie Protokollierung sollen sicherstellen, dass Kommunikationsvorgänge nachweislich erfasst werden, um spätere Rekonstruktionen oder Auswertungen zu ermöglichen.

Die Rechtssicherheit dient zur Sicherstellung von Kommunikation im rechtlichen Rahmen und durch eine Zertifizierung können Kommunikationen für die Beteiligten gewährleistet werden.

 

6.       authenticity steht für Authentizität und verfolgt das Ziel, ein Subjekt in Form einer Person, eines Prozesses oder eines Systems eindeutig zu identifizieren.

Dadurch erfolgt durch die Authentizität eine Bereitstellung einer eindeutigen Identifikation von Kommunikationsteilnehmer, wobei die Authentizität zeitgleich die Voraussetzung für die Verbindlichkeit ist.

 

 

Thema: Die 6 Sicherheitsziele bei Wlan

 
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