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Online-Shopping: Lohnen sich Versand-Flatrates?

Online-Shopping: Lohnen sich Versand-Flatrates? 

Das Internet hat sich zu einer sehr beliebten Einkaufsplattform entwickelt. Statt durch die Fußgängerzonen zu bummeln oder mehrere große und kleine Geschäfte aufzusuchen, gehen immer mehr Kunden ganz bequem vom heimischen Sofa aus auf virtuelle Einkaufstour.

Schließlich ist das Angebot im Internet riesig, die Geschäfte haben rund um die Uhr geöffnet und die Ware wird bis an die Haustür geliefert.

An dieser Stelle gibt es jedoch einen kleinen Haken. Zu den Kosten für die bestellten Artikel kommen nämlich in aller Regel noch Versandkosten dazu. Diese können sehr unterschiedlich ausfallen und dazu führen, dass das Schnäppchen am Ende kein wirkliches Schnäppchen mehr ist. Aber auch für die Versandkosten haben sich die Online-Händler mittlerweile eine Lösung einfallen lassen. Das Stichwort lautet Versand-Flatrate. Durch eine solche Flatrate soll der Kunde einmal einen bestimmten Betrag bezahlen und muss sich dann über die Versandkosten keine Gedanken mehr machen. Aber stimmt das wirklich?

Und für wen lohnen sich Versand-Flatrates überhaupt?:   

 

Die Versandkosten beim Online-Shopping

Wie hoch die Versandkosten bei einem Interneteinkauf ausfallen, ist von Händler zu Händler verschieden. Teilweise richten sich die Versandkosten nach dem Gewicht der Ware, teilweise nach der Größe der Artikel. Bei einigen Anbietern bestimmt die Art der Artikel im virtuellen Warenkorb darüber, wie teuer der Versand wird, bei anderen Anbietern orientieren sich die Versandkosten am Warenwert der Bestellung.

Auch die Versandunternehmen, mit denen der Händler zusammenarbeitet, und die Art der Lieferung können sich auf die Versandkosten auswirken. Versand-Flatrates sollen hier Abhilfe schaffen und für mehr Übersicht sorgen. Die Idee dahinter ist, dass der Kunde einmal den Versand bucht und dafür einen bestimmten Betrag bezahlt. Bei allen anderen Bestellungen, die der Kunde innerhalb eines vereinbarten Zeitraumes aufgibt, erfolgt die Lieferung dann kostenlos.

Was zunächst einfach, praktisch und kostengünstig klingt, kann sich aber als Angebot mit Haken entpuppen. Bei vielen Online-Händlern gilt die Versand-Flatrate nämlich weder für alle Artikel noch für jede Bestellung. Ein Blick ins Kleingedruckte ist deshalb sehr wichtig. Außerdem sollte der Kunde sein Einkaufsverhalten prüfen, bevor er sich für eine Versand-Flatrate entscheidet.   

 

Die Kosten und Bedingungen bei Versand-Flatrates

Wie bei den Versandkosten ist auch die Ausgestaltung bei den Versand-Flatrates recht unterschiedlich. Dies fängt schon bei den Kosten an. So stellen die Online-Händler durchschnittlich zwischen 10 und 49 Euro in Rechnung, wenn sich der Kunde für die Versandpauschale entscheidet.

Die Laufzeit der Versand-Flatrates beträgt meist ein Jahr, einige Händler bieten daneben auch Halbjahres-Pakete an. So unterschiedlich wie die Preise sind auch die Leistungen, die bei den Versand-Flatrates eingeschlossen sind. Meistens sind durch die Versand-Flatrates alle Bestellungen abgedeckt, die als Standardsendungen verschickt werden können und sollen. Für große und sperrige Artikel und bei Bestellungen, die im Expressversand auf den Weg gebracht werden sollen, werden hingegen meist Zuschläge fällig.

Bei einigen Händlern sind außerdem bestimmte Artikel von einer Lieferung per Versand-Flatrate ausgeschlossen. Dies können beispielsweise Sonderangebote, reduzierte Waren, Artikel aus bestimmten Warengruppen oder Artikel, die wie einige Lebensmittel eine bestimmte Verpackung erfordern, sein. Teilweise sind die Gratislieferungen außerdem an einen gewissen Mindestbestellwert gekoppelt. So muss der Kunde bei einigen Händlern Waren in einem Wert von meist mindestens 20 Euro bestellen, damit seine Bestellung von der Versand-Flatrate abgedeckt ist.

Erreicht seine Bestellung den Mindestbestellwert nicht, fallen trotz gebuchter Flatrate die üblichen Versandkosten an. Im Gegenzug profitieren Kunden mit Versand-Flatrate bei einigen Händlern von zusätzlichen Serviceleistungen. Dies können beispielsweise kostenlose Streaming-Dienste für Filme, das kostenfreie Ausleihen von E-Books, besondere Preisnachlässe oder spezielle Verkaufsaktionen sein.      

 

Fazit: Für wen sich Versand-Flatrates lohnen

Versand-Flatrates können sich durchaus bezahlt machen, wenn die Bedingungen und das Bestellverhalten des Kunden zusammenpassen. Werden bei einer Bestellung beispielsweise regulär 5,99 Euro fällig, während die Versand-Flatrate für ein ganzes Jahr 15 Euro kostet, spart der Kunde schon ab der dritten Bestellung. Kauft er im Laufe des Jahres aber nur zweimal bei dem Händler ein, zahlt er für die Flatrate mehr als er für den herkömmlichen Versand bezahlt hätte.

Andererseits kann er vielleicht von anderen Vergünstigungen profitieren, die sich aus der Versand-Flatrate ergeben, beispielsweise die Nutzung einer virtuellen Leihbibliothek. Hier gilt es dann das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen schlichtweg durchzurechnen.

Eine Rolle spielt aber auch, welche Artikel der Kunde üblicherweise einkauft. Bestellt er überwiegend Artikel, die von der Versand-Flatrate ausgeschlossen sind, macht die Versandpauschale für ihn letztlich wenig Sinn. Gleiches gilt, wenn der Kunde hauptsächlich Artikel bestellt, die der Händler ohnehin kostenfrei liefert. Auch wenn der Kunde mit seinen Bestellungen regelmäßig den Mindestbestellwert für eine kostenlose Lieferung erreicht, kann er gut und gerne auf eine Versand-Flatrate verzichten.

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