Netzwerk
Wir nutzen Cookies auf unserer Webseite. Einige davon sind essenziell, während andere diese Webseite und ihre Nutzererfahrung verbessern, wie externe Medien, Statistiken und relevante Anzeigen.Akzeptieren & Datenschutzerklärung -/- Nein
Wireless Lan
Fachartikel
Wireless Lan Zubehör
Notebook Wireless Lan
Wireless Lan Technik
Wireless Lan System
Wireless Lan Netzwerk
Wireless Lan Management
Verzeichnis
Impressum - Datenschutz
Wireless Lan Blog
Infos zum WLan-USB-S...
Tipps zu WDS und Rep...
Frequenzen bei WLan
Infos zum WLan-USB-S...
Sendeleistung von WL...

Anzeige

Anzeige
Hintergrundwissen zum Stichwort Cybermobbing

Hintergrundwissen zum Stichwort "Cybermobbing" 

Eine junge Frau surft, wie Millionen anderer Nutzer auch, regelmäßig im Internet. Sie besucht allerlei Internetseiten, shoppt online, chattet mit verschiedenen Leuten und hat sich Profile in sozialen Netzwerken erstellt. Eines Tages lernt sie in einem Internet-Chat einen jungen Mann kennen.

 

 

Sie kommunizieren regelmäßig miteinander und kommen sich immer näher. Irgendwann überredet der Mann die junge Frau, ihm intime Fotos zu schicken. Doch bald reicht das nicht mehr und der Mann will, dass sich die Frau vor der Webcam auszieht und masturbiert. Als die Frau ihm diesen Wunsch abschlägt, veröffentlicht er die Nacktaufnahmen im Internet und schickt sie gezielt an Personen aus dem Umfeld der jungen Frau.

Die Frau wird daraufhin zur Zielscheibe von Beschimpfungen, Beleidigungen und Spott. “Sie hat es nicht anders verdient” oder “Billige Schlampe” sind noch Kommentare der harmloseren Art. Es dauert nicht lange, bis die junge Frau zum Außenseiter wird. Die Schikane hört indes nicht auf. Der Mann erstellt unter ihrem Namen ein Profil, wählt eine Nacktaufnahme als Profilbild und erfindet Geschichten.

Dadurch nehmen auch die Beleidigungen und Schikanen in der realen Welt zu. Irgendwann weiß sich die junge Frau nicht mehr zu helfen - und nimmt sich das Leben.Was wie eine dramatische, aber frei erfundene Horrorgeschichte klingt, kann sehr schnell zur traurigen Realität werden. Schikanen und Verleumdungen gehören zu den Schattenseiten des Internets und sind keinesfalls so selten, wie viele glauben.

 

Aber wie kommt Cybermobbing zustande?
Wen kann es treffen? Und wie können sich Betroffene wehren?
 
 

 

Hintergrundwissen zum Stichwort "Cybermobbing"

2012 wurde in Deutschland vom medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest die sogenannte JIM-Studie durchgeführt. Das Kürzel JIM steht für Jugend Information Multimedia. Im Rahmen der Studie wurden über 1.000 Jugendliche und junge Erwachsene in der Altersgruppe zwischen 12 und 19 Jahren zu ihren Erfahrungen mit Cybermobbing befragt.

Rund ein Viertel der Befragten gab an, jemanden zu kennen, der schon einmal zur Zielscheibe von Beschimpfungen, Bloßstellungen oder Angriffen im Internet wurde. Jeder Sechste hat selbst schon erlebt, dass peinliche Fotos oder fiese Videos von ihm ohne sein Zutun oder sein Okay im Netz aufgetaucht sind. Cybermobbing ist somit ein ernstzunehmendes Problem. Allerdings täuscht der Eindruck, dass das Cybermobbing in den vergangenen Jahren zugenommen hat.

Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse aus dem Jahre 2011 hatte ergeben, dass von rund 1.000 Schülern im Alter zwischen 14 und 20 Jahren etwa jeder Dritte schon Opfer von Cybermobbing war. Etwa jeder Fünfte wiederum hatte damals angegeben, sich vorstellen zu können, auch selbst zum Täter zu werden.

Andere Studien belegen ebenfalls, dass die Anzahl der virtuellen Angriffe relativ stabil geblieben ist. Das Problem wird dadurch aber natürlich nicht kleiner oder bedeutungsloser. Dabei kann Cybermobbing viele verschiedene Formen annehmen. Der Missbrauch der Identität, um gefälschte Profile zu erstellen oder unter fremdem Namen Kommentare zu hinterlassen, Beleidigungen, Beschimpfungen, das Veröffentlichen von peinlichen Fotos oder das Auslösen und Beteiligen an einem sogenannten Shitstorm sind nur ein paar Beispiele. Eine besondere Variante ist außerdem das Happy Slapping.

Hierbei wird ein Opfer ausgemacht und von einem oder mehreren Tätern in der Realität beschimpft und geschlagen. Ein Mittäter filmt das Ganze und stellt das Video anschließend ins Netz. 

 

Jeder kann zum Opfer von Cybermobbing werden.

Cybermobbing ist kein Phänomen unter Jugendlichen. Erwachsene können genauso zur Zielscheibe werden. Dabei kann letztlich jeder von Cybermobbing betroffen sein, die kleine Schülerin aus der ersten Reihe genauso wie der unscheinbare Nachbar von nebenan, ein namhaftes Unternehmen oder eine prominente Persönlichkeit. Firmen und Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, werden dabei in erster Linie zum Thema eines Shitstorms.

Mit Shitstorm wird ein Phänomen bezeichnet, bei dem sich unzählige Internetnutzer zu einem Sachverhalt äußern. Üblicherweise verschwimmen dabei die Grenzen zwischen Argumenten, harmlosen Kommentaren und echten Beleidigungen. Diese Nachrichtenflut braut sich zu einem großen Sturm zusammen, der über das Opfer hinwegfegt. Dabei kann schon ein harmloses Foto oder ein belangloser Post zum Auslöser eines Shitstorms werden.

Dass das Internet eine willkommene Plattform für Angriffe und Mobbing-Attacken ist, hat mehrere Gründe. So bietet das Internet den Schutz der Anonymität. In vielen Netzwerken, Foren und Portalen wird die Identität der Nutzer kaum überprüft. Deshalb ist es leicht, in Punkten wie Geschlecht, Alter oder Status zu schummeln.

Da es keine große Herausforderung ist, im Internet eine völlig neue, andere Identität anzunehmen, wird es für die Betroffenen und auch die Polizei umso schwerer, die Täter ausfindig zu machen. Ein weiterer Grund ist, dass sich Angriffe im Internet sehr schnell und nachhaltig verbreiten. Kommentare und Fotos sind in Sekundenschnelle online und mindestens genauso schnell auch verteilt.

Die Verbreitung zu kontrollieren oder gar zu stoppen, ist so gut wie unmöglich und was einmal im Internet steht, verschwindet meist auch nicht mehr, sondern kann irgendwann irgendwo wieder auftauchen. Aber durch das Internet lassen sich nicht nur sehr schnell sehr viele Personen und potenzielle Mittäter erreichen. Hinzu kommt noch, dass das Internet immer aktiv ist. Mobbing-Attacken sind also rund um die Uhr, an jedem Tag des Jahres und völlig unabhängig vom Aufenthaltsort möglich.   

 

Was Betroffene tun können.

Für den Betroffenen kann Cybermobbing schwerwiegende Folgen haben, von einem unguten Gefühl über Angst und Depressionen bis hin zu Selbstmordgedanken ist alles möglich. Umso wichtiger ist es deshalb, sich möglichst früh und vor allem aktiv gegen das Cybermobbing zu wehren.

Der erste Schritt sollte sein, dass sich das Opfer seinen Eltern, Freunden oder anderen Personen anvertraut. Richten sich die Attacken gegen ein Kind oder einen Jugendlichen, sollten auch die Lehrer eingeweiht werden. Im zweiten Schritt sollte sich das Opfer an den Betreiber der jeweiligen Internetseiten wenden und beantragen, dass gefälschte Profile, Fotos, Videos und boshafte Kommentare gelöscht werden.

Allerdings zeigen sich nicht alle Seiten- und Netzwerkbetreiber kooperativ. Kommt der Betroffene alleine überhaupt nicht weiter, kann es eine Überlegung wert sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sogenannte Reputationsmanager helfen dabei, die schädlichen Daten zu entfernen. Diese Dienstleistung ist aber kostenpflichtig.  Grundsätzlich sollte der Betroffene sämtliche Beweismaterialien wie Kommentare, Bilder, E-Mails oder SMS speichern.

Im Ernstfall hat der Betroffene so etwas in der Hand, um gegen den Täter vorgehen zu können. In schwerwiegenden Fällen sollte außerdem die Polizei hinzugezogen und Anzeige erstattet werden. Das Cybermobbing selbst ist zwar kein klar definierter Straftatbestand.

Allerdings schließen die Angriffe verschiedene Einzelstraftaten ein, darunter beispielsweise Verleumdung, Beleidigung oder die Darstellung von Gewalt. Für diese Vergehen können auch Kinder und Jugendliche in die Verantwortung genommen und mit entsprechenden Strafen belegt werden.

Mehr Anleitungen, Tipps und Ratgeber:
  • Das Internet - Basiswissen für Einsteiger
  • Wie soziale Medien die Gesellschaft vernetzen
  • Irrtümer zur Websicherheit richtiggestellt
  • Übersicht zu den aktuellen Roaming-Kosten
  • Tipps - Unterwegs sicher ins Netz
  • Was sind Bitcoins?
  • Thema: Hintergrundwissen zum Stichwort Cybermobbing

     
    < Prev   Next >

    Anzeige

    Teilen

    Bookmark and Share

    PDF-Download

    PDF Anleitungen

    Anzeige

    Anzeige

    IT & Internet

    Internet und Fernsehen: Das ist neu in 2018
    Internet und Fernsehen: Das ist neu in 2018 Allzu viel tut sich in Sachen Internet und Fernsehen im Jahr 2018 zwar nicht. Zwei Neuerungen gi...
    4 Punkte bei der Wahl des Webhostings
    4 Punkte bei der Wahl des Webhostings Die Wahl des Webhostings ist eine sehr wichtige Entscheidung und sollte sorgfältig erfolgen....
    10 Eltern-Mythen über Kinder und das Internet, Teil II
    10 Eltern-Mythen über Kinder und das Internet, Teil II Heutige Eltern und Großeltern erinnern sich noch an Zeiten, in denen e...
    Günstige Auslandsgespräche - Infos und Tipps
    Günstige Auslandsgespräche - Infos und Tipps Wer mit Freunden und Verwandten im Ausland telefoniert, muss mitunter tief in die Tas...
    Die neuesten Wireless Lan Produkte
    Die 10 neuesten Wireless Lan Produkte Nachdem sich der 11g-Standard und damit die theoretische 54 MBit/s Bandbreite fest im WLAN-Markt etabl...

    mehr Artikel

    Vorteile und nachteile von WLan Vor- und Nachteile von WLAN WLAN erfreut sich konstant steigender Beliebtheit und findet sich längst nicht mehr nur in modernen Büros, sondern mittlerweile auch in zahlreichen Privathaushalten. Dies ist durchaus auch nachvollziehbar, denn WLAN bedeutet nicht nur, dass eine kabellose, schnelle Verbindung zum Internet möglich ist, sondern bietet darüber hinaus einige weitere wesentliche Vorteile.   Ganzen Artikel...

    Frequenzen bei WLan Übersicht zu Frequenzen bei WLan Bei WLans handelt es sich grundsätzlich um Funknetzlösungen, die es ermöglichen, elektronische Geräte wie beispielsweise Computer, Notebooks, Server oder Drucker drahtlos miteinander zu vernetzen. Durch den Wegfall der Netzwerkkabel wird es dann nicht nur möglich, ein Netzwerk innerhalb seines direkten Umfeldes einzurichten, sondern beispielsweise seinen Laptop überall dort einzusetzen, wo ein drahtloser Netzzugang verfügbar ist. Die Standards, die derzeit zur Verfügung stehen, erlauben dabei Datenraten von bis zu 54 MBit/s. Diese WLan-Standards unterscheiden sich in erster Linie durch die Frequenzen, auf denen gefunkt wird.    Ganzen Artikel...

    Übersicht: die größten Risiken für den PC Übersicht: die größten Risiken für den PC Inzwischen gibt es kaum noch Haushalte, in denen nicht mindestens ein Computer, Laptop, Tablet oder Smartphone vorhanden ist. Doch das regelmäßige Surfen im Internet bringt so manches Risiko mit sich: Sensible Daten können ausgespäht werden, Schadsoftware kann das System lahmlegen, Internetkriminelle können die Identität eines Nutzers stehlen und für ihre Zwecke nutzen.    Ganzen Artikel...

    Tipps zum Kauf eines WLan-Fernsehers Die wichtigsten Infos und Tipps zum Kauf eines WLan-Fernsehers  Heute gibt es kaum noch einen Haushalt, in dem nicht mindestens ein Fernseher vorhanden ist und in etwa jedem zweiten deutschen Haushalt steht mittlerweile anstelle des guten alten Röhrenfernsehers ein schlankes Gerät mit flachem Bildschirm. Dabei haben sich die Geräte in den vergangenen Jahren konstant weiterentwickelt.   Ganzen Artikel...



    Irrtümer zur Websicherheit richtiggestellt Ratgeber: Irrtümer zur Websicherheit richtiggestellt Das Internet hat sich längst fest im Alltag etabliert. Die jüngeren Generationen wachsen ganz selbstverständlich mit dem Computer auf und quer durch alle Alters- und Gesellschaftsschichten können und wollen viele nicht mehr auf das weltweite Netz verzichten. Doch im Internet lauern auch Gefahren.    Ganzen Artikel...