Netzwerk
Wireless Lan
Fachartikel
Wireless Lan Zubehör
Notebook Wireless Lan
Wireless Lan Technik
Wireless Lan System
Wireless Lan Netzwerk
Wireless Lan Management
Verzeichnis
Impressum - Datenschutz
Wireless Lan Blog
Infos zum WLan-USB-S...
Tipps zu WDS und Rep...
Frequenzen bei WLan
Infos zum WLan-USB-S...
Sendeleistung von WL...

Anzeige

Aktuelle Infos zum Roaming in der EU

Aktuelle Infos zum Roaming in der EU

 

Im EU-Ausland fallen für das Telefonieren, Simsen und Surfen grundsätzlich die gleichen Kosten an wie zu Hause. Grundsätzlich deshalb, weil es ein paar Ausnahmen gibt. So ist zum Beispiel möglich, dass nicht das volle Datenvolumen zur Verfügung steht. Daneben fallen Sonderrufnummern oft nicht unter die Roaming-Regelung. Möglich ist auch, dass der Anbieter noch nicht auf die Kosten-Obergrenzen umgestellt hat, die seit Mai 2019 gelten. Wir haben aktuelle Infos zum Roaming in der EU zusammengestellt und klären die wichtigsten Fragen!

 

“Roam like at home” - was ist damit gemeint?

Der Slogan bringt zum Ausdruck, dass das mobile Endgerät im EU-Ausland genauso genutzt werden kann wie zu Hause. Je nach Mobilfunkvertrag ist es also innerhalb der gesamten EU möglich, zum heimischen Tarif zu telefonieren, SMS zu verschicken und im Internet zu surfen. Zusätzliche Gebühren, die als Aufschläge für das Roaming berechnet wurden, sind durch eine EU-Verordnung seit dem 15. Juni 2017 weggefallen.  

Zu Hause meint in diesem Zusammenhang den Wohnsitz, an dem eine Person gemeldet ist und überwiegend lebt. Wer also zum Beispiel in Deutschland wohnt und in einem EU-Land Urlaub macht oder vorübergehend arbeitet, kann ohne Extrakosten telefonieren, SMS verschicken und online surfen.

 

In welchen Ländern gilt die EU-Roaming-Verordnung?

Die Verordnung zum kostenfreien Roaming gilt in den 28 Mitgliedsstaaten der EU. Außerdem ist sie auch in Island, Norwegen und Liechtenstein gültig.

Ausgenommen sind San Marino, Andorra, die Kanalinseln, die Isle of Man, Gibraltar, der Vatikan und europäische Überseegebiete. Einige Mobilfunkanbieter ordnen zwar auch diese Länder in die EU-Länderliste ein, andere Anbieter aber nicht. Deshalb sollte der Nutzer einen Blick in die Vertragsbedingungen werfen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Vorsicht: In der Schweiz und in der Türkei greift die EU-Roaming-Verordnung nicht. Gleiches gilt für die Mobilfunknetze auf Schiffen und in Flugzeugen.

Sollte es zum Brexit kommen, fällt auch Großbritannien aus der EU-Länderliste heraus. Hier bleibt abzuwarten, welcher Zone die Anbieter das Land dann zuordnen werden.

 

Was muss der Nutzer tun, um kostenfreies Roaming zu erhalten?

Eigentlich sollten die Mobilfunkanbieter die EU-Regeln automatisch umsetzen. Daher sollten sich Roaming-Aufschläge seit Juli 2017 von selbst erledigt haben. Allerdings ist das nicht immer geschehen.

Ist sich der Nutzer unsicher, sollte er sicherheitshalber in seinen Tarifeinstellungen nachschauen oder beim Anbieter nachfragen. Stellt sich heraus, dass noch immer Zusatzgebühren im EU-Ausland vorgesehen sind, sollte der Nutzer den Wechsel zu den Roam like at home-Regeln veranlassen. Diese Umstellung muss der Anbieter innerhalb von einem Werktag kostenfrei durchführen.

 

Wie teuer dürfen Telefonate und SMS vom Inland in andere EU-Länder sein?

Seit dem 15. Mai 2019 gelten neue Preis-Obergrenzen für Telefonate und SMS vom Inland ins EU-Ausland. Demnach darf ein Telefonat maximal 19 Cent pro Minute und eine SMS höchstens sechs Cent kosten (plus Mehrwertsteuer). Ob Handy oder Festnetz spielt dabei keine Rolle.

Wenn der Nutzer also beispielsweise seinen in Deutschland geschlossenen Vertrag nutzt, um von Deutschland aus in einem EU-Land anzurufen oder eine SMS dorthin zu schicken, darf der Anbieter höchstens Kosten bis zu den neuen Preisobergrenzen in Rechnung stellen.

Die Regelung mit den Kostengrenzen bei Telefonaten und SMS vom Inland ins EU-Ausland wurde zunächst aber nur für rund fünf Jahre beschlossen. Und: Die Preisobergrenzen gelten nur dann, wenn die verbrauchten Einheiten nutzungsabhängig abgerechnet werden.

Mobilfunkanbieter können spezielle Tarife anbieten, bei denen sie die Preisobergrenzen nicht berücksichtigen müssen. Das betrifft zum Beispiel Tarife, bei denen die Gebühren für Telefonate und SMS sowohl innerhalb der EU als auch in Nicht-EU-Ländern einheitlich sind. Bei solchen Tarifen können die Anbieter selbst festlegen, wie hoch die Kosten sind.

Ähnlich sieht es bei Flatrates aus, die EU- und Nicht-EU-Länder einschließen. Auch hier müssen die Preisobergrenzen nicht eingehalten werden. Das ändert sich erst dann, wenn die Minuten- und/oder SMS-Pakete der Flatrate verbraucht sind. Ab diesem Moment dürfen für alle weiteren Einheiten nur noch die 19 Cent pro Gesprächsminute und sechs Cent pro SMS berechnet werden.

Bei solchen Sondertarifen gilt mitunter eine Übergangsfrist. Deshalb werden die neuen Regelungen teilweise erst zum 15. Juli 2019 wirksam. Der Nutzer kann aber schon vorher in einen Tarif wechseln, bei dem die Preisobergrenzen gelten. Möchte der Nutzer seinen Spezialtarif behalten, muss er das dem Anbieter mitteilen. Sonst erfolgt die Umstellung nach Fristablauf automatisch.

Generell sollte der Nutzer prüfen, womit er günstiger fährt. Denn es kann gut sein, dass ein Tarif mit einer Flatrate letztlich preiswerter ist, auch wenn hier die Preisobergrenzen nicht gelten.

 

Wie sieht es mit der Verwendung von mobilen Daten aus?

Sieht der Tarif vor, dass der Nutzer unbegrenzt Telefonieren und SMS verschicken kann, ändert sich daran auch beim Roaming nichts. Was das Datenvolumen angeht, kann es aber ein bisschen anders aussehen.

Generell kann der Nutzer seine mobilen Daten auch im EU-Ausland verwenden. Und der Anbieter muss den Nutzer darüber informieren, wie viel Datenvolumen beim Roaming zur Verfügung steht. Weißt der Anbieter nicht ausdrücklich auf ein Datenlimit beim Roaming hin, kann der Nutzer im EU-Ausland das volle Datenvolumen verbrauchen, das sein Tarif auch für zu Hause vorsieht.

Allerdings kann der Anbieter eben ein Limit für die Datenverwendung beim Roaming festlegen. Das passiert oft bei unbegrenzten oder sehr preiswerten Datentarifen. Gibt es eine solche Grenze, informiert der Anbieter den Nutzer im Vorfeld darüber. Außerdem schickt er eine Nachricht, wenn die Grenze erreicht ist. Der Nutzer kann danach auch weiterhin mobile Daten verwenden. Allerdings wird dafür ein Aufschlag berechnet. Dieser Aufschlag lag ab Juni 2017 bei 7,70 Euro pro GB. Seitdem sinkt er bis 2022 schrittweise, und zwar so:

·         4,50 Euro pro GB ab dem 01. Januar 2019

·         3,50 Euro pro GB ab dem 01. Januar 2020

·         3 Euro pro GB ab dem 01. Januar 2021

·         2,50 Euro pro GB ab dem 01. Januar 2022

 

Was gilt für Prepaid-Tarife?

Grundsätzlich ist es auch bei Prepaid-Karten so, dass das Telefonieren, SMS verschicken und Surfen im EU-Ausland genauso viel kostet wie zu Hause. Eine Ausnahme kann nur dann gelten, wenn es sich um einen sehr kostengünstigen Tarif ohne Inklusivvolumen handelt. Ist der Preis für den Datenverbrauch hier niedriger als der Einkaufspreis, dann darf der Anbieter nämlich den Einkaufspreis in Rechnung stellen. Er beläuft sich im Jahr auf 4,50 Euro pro Gigabyte.

Oft ist auf den Prepaid-Karten das Roaming bereits aktiviert. Allerdings gibt es Anbieter, bei denen der Nutzer das Roaming erst freischalten lassen muss. Dieses Freischalten kann kostenpflichtig sein, vor allem dann, wenn es direkt nach der Aktivierung der Karte erfolgt. Das ist übrigens auch bei Tarifen mit monatlicher Grundgebühr manchmal so.


Außerdem gibt es Unterschiede, welche Möglichkeiten die Netzbetreiber beim Roaming anbieten. Deshalb sollte sich der Nutzer im Vorfeld erkundigen, ob er seinen Prepaid-Tarif im Urlaubsland überhaupt nutzen kann.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen: 

 

 
< Prev   Next >

Anzeige

PDF-Download

PDF Anleitungen

IT & Internet

Was sind Social Bots?
Was sind Social Bots? Wenn es um neue Begrifflichkeiten geht, ist US-Präsident Donald Trump oft nicht weit. Und auch wenn er den Begrif...
Tipps zu WDS und Repeating
Infos und Tipps zu WDS und Repeating Das Kürzel WDS steht für Wireless Distribution oder Distributed System und meint ein Funknetz...
Was tun, wenn das Smartphone kaputt ist?
Was tun, wenn das Smartphone kaputt ist? Wer unterwegs im Internet surfen, Nachrichtendienste nutzen und telefonieren möchte, greift...
Grundwissen zum Stichwort Virtuelle Welten
Grundwissen zum Stichwort Virtuelle Welten Virtuelle Welten bringen die meisten mit Computernetzwerken und modernen Computerspielen in 3D...
Was bringt Surfen im Inkognito-Modus?
Was bringt Surfen im Inkognito-Modus? Beim Surfen im Internet speichert der Browser standardmäßig verschiedene Daten und Info...

mehr Artikel

Übersicht zu den aktuellen Roaming-Kosten Übersicht zu den aktuellen Roaming-Kosten Für viele gehören das Smartphone oder der Tablet-PC mittlerweile genauso selbstverständlich in den Urlaubskoffer wie die Kleidung, die Badesachen und die Sonnenmilch. Inzwischen ist die Nutzung fremder Netze auch kein ganz so teures Vergnügen mehr. Zumindest innerhalb der EU sind die Preise nämlich deutlich gesunken. Doch trotzdem kann die Rechnung noch recht happig ausfallen.   Ganzen Artikel...

In 10 Schritten zum WLan-Netz In 10 Schritten zum funktionierenden WLan-Netz Mittlerweile ist WLan auch in Privathaushalten weit verbreitet und ein Netz aufzubauen, ist weit weniger kompliziert, als es zunächst scheint. Zwar gibt es mittlerweile sehr viele Anbieter und damit auch mindestens genauso viele Hardware-Varianten, vom Prinzip her bleibt die Installation aber immer gleich.   Ganzen Artikel...

Basiswissen: Breitbandzugänge in der Übersicht, 2. Teil Basiswissen: Breitbandzugänge in der Übersicht, 2. Teil Wer im Internet surfen will, braucht neben einem Endgerät vor allem einen Internetzugang. Und dabei stehen mittlerweile verschiedene Varianten zur Verfügung. Welche das sind, erklärt unsere zweiteilige Übersicht.   Ganzen Artikel...

Stabiles WLan - Infos und 7 Tipps Stabiles WLan - Infos und 7 Tipps   So gut wie alle Haushalte haben inzwischen einen Internetanschluss. Und selbst wenn es sich nicht immer um echtes Highspeed-Internet handelt, reicht die Geschwindigkeit für die gängigsten Anwendungen locker aus. Doch wenn zur normalen Nutzung regelmäßig Home-Office und Home-Schooling dazukommen und die Internetverbindung dann überall in einer vernünftigen Qualität bereitstehen muss, kann das WLan in den einzelnen Räumen der Wohnung schwächeln. Für ein gutes Netz per Funk sollten einige Dinge beachtet werden. Andererseits genügen oft schon wenige Handgriffe und kleine Maßnahmen, um die Reichweite und die Signalstärke zu verbessern. Hier sind sieben Tipps für stabiles WLan!    Ganzen Artikel...



Tipps zu WDS und Repeating Infos und Tipps zu WDS und Repeating Das Kürzel WDS steht für Wireless Distribution oder Distributed System und meint ein Funknetzwerk, das sich aus mehreren WLan-Basisstationen zusammensetzt. Ein WDS kommt beispielsweise dann ins Spiel, wenn ein Access Point nicht ausreicht, um in allen Räumen einer Wohnung per Wlan-Verbindung ins Internet zu gehen oder wenn ein DSL-Anschluss von mehreren Anwendern genutzt werden soll, die Router aber nicht per Kabel miteinander verbunden werden können. In diesem Fall erweitert das WDS das Funknetzwerk flächenmäßig, wobei keine Kabelverbindung mehr notwendig ist, aber jede Basisstation separat mit Strom versorgt werden muss.    Ganzen Artikel...