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6 Fragen zum 5G-Netz

6 Fragen zum 5G-Netz

 

Seit einiger Zeit ist 5G in aller Munde. Doch was steckt eigentlich hinter dieser Abkürzung? Wie funktioniert das 5G-Netz, wann ist es verfügbar und was sind seine Vorteile? Wir beantworten sechs Fragen zum 5G-Netz!

 

1. Was verbirgt sich hinter 5G?

Hierzulande sorgt derzeit die 4G-Technologie für die beste Datenübertragung. 4G ist gleichbedeutend mit LTE. 5G ist der Nachfolger und soll künftig zum neuen Standard werden. Dabei steht das Kürzel 5G schlicht für die 5. Generation des Mobilfunks.

Zu den besonderen Merkmalen von 5G gehört, dass eine sehr hohe Datenrate von bis zu 10 GBit pro Sekunde erreicht werden kann. Gleichzeitig ist die Latenz, also die Verzögerungszeit, sehr gering. Dadurch ermöglicht die neue Generation des Mobilfunks eine Übertragung und Kommunikation nahezu in Echtzeit.

Die Frequenzen für 5G haben derzeit die vier großen Telekommunikationsanbieter in Deutschland ersteigert. Das sind die Telekom, Vodafone, 1&1 Drillisch und O2 Telefónica.

 

2. Wie funktioniert 5G?

Der Mobilfunkstandard 5G bringt keine gänzlich neue Technologie mit sich. Aus technischer Sicht überträgt 5G die Daten genauso wie seine beiden Vorgänger 3G und 4G. Die Datenübertragung bleibt überwiegend in den bisherigen Frequenzbereichen um 2 GHz.

Zusätzlich dazu kommt bei 5G aber ein neuer Frequenzbereich dazu. Dieser liegt im Bereich von 3,4 bis 3,7 GHz und hat kürzere Wellen. Die kürzeren Wellen reduzieren die Reichweite. Im Unterschied dazu reichen die Standards 3G und LTE weiter, weil sie Frequenzbereiche nutzen, die langwelliger sind.

Die Reichweite beschreibt die Größe der Fläche, die ein Mobilfunkmast mit Netz versorgen kann. Und je niedriger die Frequenz ist, desto größer wird die Reichweite. Gleichzeitig führen niedrige Frequenzen dazu, dass die mögliche Datenübertragungsrate sinkt. Je höher die Frequenz ist, desto größer ist also die Menge an Daten, die übertragen werden kann.

 

3. Welche Vorteile bietet das 5G-Netz?

Die neue Generation des Mobilfunks kann und soll das mobile Internet schneller und zuverlässiger machen. Die bis zu zehnfach schnellere Datenübertragung als mit LTE und die größeren Kapazitäten des 5G-Netzes können die Digitalisierung in vielen Lebensbereichen ein Stück voranbringen.

Für Verbraucher eröffnet 5G die Möglichkeit, praktisch in Echtzeit zu kommunizieren und auch unterwegs multimediale Anwendungen wie zum Beispiel Streaming, Videos oder Spiele zu nutzen. Ein anderer Aspekt ist, dass 5G das Angebot an vernetzter Mobilität erweitern kann, etwa mit Blick auf Fahrzeuge, die miteinander vernetzt sind oder autonom fahren. Auch die Stabilität des Netzes sollte besser werden. Das macht sich beispielsweise bemerkbar, wenn bei einer Veranstaltung viele Leute gleichzeitig mobil telefonieren und surfen.

In den heimischen vier Wänden kann 5G die Technologien für Smart Homes unterstützen. Auch Zählerstände von Strom, Gas und Wasser können automatisch ausgelesen werden. In ländlichen Regionen kann das 5G-Netz dabei helfen, eine zuverlässige Netzabdeckung bereitzustellen. Und nicht zuletzt können Unternehmen profitieren, wenn sie künftig verstärkt digitale Steuerungstechnik einsetzen können.

 

4. Wann und wo ist das 5G-Netz verfügbar?

Die Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen, die für 5G genutzt werden können, fand im März 2019 statt. Im Juli 2019 war 5G dann in den ersten paar Städten verfügbar. Nach und nach sollen jetzt weitere Standorte an das 5G-Netz angebunden werden.

Die Pläne der Telekommunikationsanbieter sehen vor, dass das 5G-Netz bis Ende 2022 im Großteil von Deutschland zur Verfügung stehen soll. Allerdings geht der Netzbau mit hohen Kosten einher. Hinzu kommt, dass die Anbieter Genehmigungen beantragen und erhalten müssen, um das Netz vor Ort weiter auszubauen. Es wird deshalb vermutlich noch eine Zeit dauern, bis 5G in Deutschland flächendeckend verfügbar ist.

Wo Verbraucher schon jetzt auf 5G zurückgreifen können, zeigen die Karten der Anbieter. Alle vier Anbieter, die Frequenzen ersteigert haben, stellen auf ihren Internetseiten solche Karten mit der vorhandenen Netzabdeckung bereit.

 

5. Was ist erforderlich, um das 5G-Netz nutzen zu können?

Voraussetzung für die 5G-Technologie ist ein Smartphone, das über einen entsprechenden Chip verfügt. Eine Nachrüstung von älteren Endgeräten ist nicht möglich.

Aktuell sind schon ein paar Smartphones aus dem Markt, die die neue Generation des Mobilfunks unterstützen. Die Hersteller haben angekündigt, bald weitere 5G-fähige Modelle nachzulegen. Schon jetzt ein neues Smartphone zu kaufen und einen Tarif mit 5G abzuschließen, lohnt sich aber für die meisten Verbraucher noch nicht. Denn dazu sind die Netzabdeckung zu klein, die Auswahl zu gering und die Kosten zu hoch.

 

6. Birgt das 5G-Netz gesundheitliche Risiken?

Der Ausbau des 5G-Netzes lässt die Sorgen vor einer Gefährdung durch die Mobilfunkstrahlen wachsen. Tatsächlich hat 5G aber zunächst einmal keine Auswirkungen auf die Strahlenbelastung. Denn die Mobilfunkfrequenzen, die 5G nutzt, sind letztlich die Gleichen wie bei LTE. Zudem wurden die Frequenzen auch vorher schon für verschiedene Zwecke eingesetzt.

Die zuständige Bundesnetzagentur überwacht, misst und dokumentiert die Strahlungsleistung, die von Mobilfunkantennen ausgeht. Ab einer Leistung von zehn Watt können Verbraucher bei ihrer Kommune erfragen, wie hoch die Strahlungswerte der Antennen in ihrer Umgebung sind.


Gefährlicher als die Mobilfunkmasten sind da schon die Smartphones selbst. Denn sie strahlen permanent, egal ob sie gerade ans Ohr gehalten werden oder nur in der Hosentasche stecken. Eine Faustregel in diesem Zusammenhang besagt, dass sich die Strahlung auf ein Viertel reduziert, wenn sich der Abstand verdoppelt. Sinnvoll ist deshalb, darauf zu achten, den Abstand zwischen dem Gerät und dem Körper möglichst groß zu halten. Zum Beispiel, indem das Smartphone in der Handtasche verschwindet oder weiter weg auf dem Tisch abgelegt wird, wenn es gerade ohnehin nicht gebraucht wird.

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